Lyrics 2021.2

Vor dem Juli

Müssen wir manchmal,

in kürzeren Zeiten denken?

In weniger Worten schwelgen.

Mehr Taten von uns vermelden?

Über andere denken wir viel.

Schlagzeilen sind oft böse Worte.

Ob sie wahr sind, bleibt nicht hängen

und oft doch verborgen.

Nur die bösen Zungen siegen,

mit denen wir in den Betten liegen.

Huren unserer Wünsche sind wir.

Auch wenn mal kurz ausgesetzt,

im Wahrnehmen der Gefahren.

Bleiben wir Sklaven unserer Sehnsüchte

und wollen das auch bewahren.

Was bleibt sonst, von der gelebten Zeit?

Für Unsterblichkeit,

währen wir eh noch nicht bereit.

Lasst uns laut sein …

Leise wirkt in uns,

hält unsere Gunst,

was wir erkämpft und verstanden.

Laut schreit in uns,

manchmal das Falsche,

wenn wir enttäuscht und verletzt.

Denn alles ist Teil des Ganzen,

auf einem Bein kann man nicht tanzen.

Was wir mögen muss sich fügen,

im Entdecken.

Wenn wir Leidenschaft wollen,

darf uns der Schmerz nicht erschrecken.

Er ist freiwillig schön,

wenn wir selber uns trauen zu führen,

die Fessel in uns los zu lassen,

das Schweigen zu vertreiben.

Die Lust am Leben,

zu leben und dabei,

kleine spitze Schreie,

von uns zu geben.

Sich finden …

Ich gebe zu das ist nicht einfach,

meist ist da mehr als man denkt

oder es wechselt in mir permanent.

Vielleicht liegt es an mir,

vielleicht an dem Moment.

Vielleicht an dir, wer auch immer.

Verschieden ist nicht gleich,

Das macht es schwierig und auch reich,

an Möglichkeiten.

Was aber wirklich hat Bestand,

in Herz und Verstand,

wo ist dafür die Klausur,

wer weiß die Regel zum Glück,

wer kennt die Leichtigkeit,

die nicht bedrückt?

Sich geben, ohne sich zu binden,

sich lieben ohne sich zu hassen,

sich reiben für das Weiter spüren lassen,

ohne zu bleiben sich verstehen,

sich finden, ohne zu gehen.

Lasset die Spiele beginnen …

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Mit Menschnleben.

Es wird eben immer Opfer geben.

Selbst daran gewöhnt man sich.

Denn wir wollen doch leben,

Spaß haben im Leben.

Ist das kein Menschrecht?

Zumindest ist es bei aller Gefahr,

unser KARMA.

Unser Schicksal, unsere Sucht,

davor sind wir immer auf der Flucht.

Lieber daran sterben,

als an der Langeweile.

Brot und Liebe ist das einzige

Lebesnelexier für viele.

Also lasset beginnen die Spiele.

Es ist vorbei

Wenn selbst die Ungebildeten,

davon reden,

steht in der Zeitung eben.

Wenn selbst die Hungernden,

davon essen,

es ist ein letztes Abendmahl,

dass sie fressen.

Wenn die Hitzewellen toben,

wenn die Fluten auf uns sinken,

Wenn selbst die Zweifler darin

verbrennen oder ertrinken.

Ist unsere Kraft erschöpft?

Sind die Klugen unter uns längst geköpft?

Müssen wir uns ergeben,

dem hoffnungslosen Streben,

nach einer Wende.

Die Erde kolabiert,

wir bleiben nicht für ewig.

Kein Gott kann uns retten,

keine freitagliche Zukunftsdiät.

Für mehr als den Untergang,

ist es längst zu spät.

Ewig leben oder lieber (un)tot sein?

Vergesst es!

Eben noch waren wir klein,

hören uns warum ich! schreien

Gerade noch wollten wir groß sein.

Unsere Kinder sind der Spiegel,

für verlorene Zeit,

nie erreichte Ewigkeit.

Es wird ihnen nicht anders ergehen

Aber das ist kein Trost

Nur meine Worte überleben das,

aber vielleicht hoffe ich das nur bloß.

Denn sie werden wohl auch vergessen

für Lügen gehalten,

für Worte die spalten,

die andere Worte, Menschen fressen.

Wenn auf dieser Welt also Zombies nur

noch auf weiter Flur.

Dann ist das sicher unser schrecklichstes

selbstgemachtes Schicksal nur,

aber die ewige Rettung der Natur.

Regentage

Sie werden mehr.

Aber wir ändern das nicht mehr.

Wir nehmen was kommt,

wie die Welt sich und uns nicht schont.

Wir riskieren alles um zu leben,

um zu spüren, dass wir sind.

Wir springen in die Fluten,

in der Nacht, wir haben im Regen

geraucht, getanzt und gelacht.

Haut an Haut, glücklich und laut,

leise vertraut.

Unser Bewusstsein hat Macht,

unsere Liebe braucht Hiebe,

Ketten die wir spüren,

Spielzeuge die uns im Innen berühren,

etwas was uns lebendig hält,

in dieser, so schön feuchten Welt.

Lost places

Wo man entstanden,

ist man immer verbunden.

Auch wenn man dort irgendwann

sich nicht mehr hat gefunden.

Menschen und Orte gehen verloren.

Es bleiben nur Worte, Gedanken …

Die manchmal wie eingefroren sind,

Mumien und für immer Kind.

Wo wir auch hin gehen,

sie bleiben in uns und hinterlassen

Erinnerungsspuren.

Ich bin was ich war und halte

in mir alles, die Freude, die Schmerzen,

die Lust und den Verlust, im Herzen.

Was ich bewahre, die Zimmer

in mir, durch ihre Türen,

wird einst meine Seele hinaus galoppieren

und dann, was wirklich zählt,

das gnadenlose Rad der Welt verstehen

und mit Furcht und Demut,

von meinem Platz im Universum gehen.

Unbedeutend

Verbrauchte Zeit.

Das berührt

in Gegenseitigkeit

und es liegt schwer auf der Seele

dieses (nichts) Erleben,

dieses schrecklich (leere) volle Leben.

Tauschen möchte ich (nicht),

hab so lange nur gelebt,

und eben nicht wirklich gelitten,

nur überlebt,

für nichts Bedeutendes gestritten

Klein bin ich,

kleinlich, großspurig eingebildet

verletzlich, hasenfüßig, dumm.

Nur mit Worten spiel ich rum

(K)ein Wahnsinn füllt mich

Kein wirklicher Schmerz

Toxisch ist mein Herz.

Trotzdem, ich will verstehen,

will sein und lieben und

wie alle, nur nicht untergehen.

Warum ist das Glück nur in jeder Zeit

so launisch unbefreit.