Lyrics 2019

A N G S T

… ist kein guter Anfang.
Aber ein ehrliches Ende.
Wenn keine Träume erfüllt,
oder nur was man sich einbild …
Dann ist es Zeit zu verstehen.
Ich muss gehen!
Wenn da immer was fehlt,
bei mir oder jener auch,
hören wir besser auf den Bauch.
Das Herz ist zu dumm,
der Kopf zu viel Wille.
Hinweg mit der Brille!
Dabei bin ich schon sehr blind,
es wird Zeit zu sehen
und sich selbst zu verstehen.
Wenn das überhaupt geht.
Was wir sind wird durch so viele
Einflüsse, durch die Jahre bestimmt.
Von denen jetzt schon wieder eines beginnt.
Vielleicht wird es besser,
vielleicht aber auch nicht.
Erst am Ende sitzen wir zu Gericht.
Auf jeden Fall ist es die Zeit,
die uns treibt, aber auch der Wert an sich.
Das Tempo der Vergangenheit war schön,
aber besser wäre, wir überlegen was wir tun,
auf Erden und mit jenen die wir lieben auch.
Denn unsere Angst und Lügen sind sonst immer,
in ihnen zu Haus, ein Graus!
Glück ist aber ohne Angst,
Glück ist nur Vertrauen ganz,
im Moment wie auch im Leben.
Danach alleine sollten wir streben.

Der vierte Tag …

Irgendwie wiederholt sich alles.
Wir wiederholen uns nur in diesem Leben.
Wann werden wir endlich etwas Neues erschaffen?
Wann sind wir nicht mehr nur Affen?
Vermutlich nie!
So unterschiedlich sind wir und doch so gleich.
Um ein Miteinander zu finden,
bleibt uns nur, uns mit dem Herzen zu verbinden.
Aber wer kann das schon und redet nicht nur davon.
Die Magie der Zeit ist selten bereit,
aber manchmal doch, sehen wir ein Licht.
Naja, ich sehe es, aber andere oft nicht.
Den Moment ergreifen und an sich selbst reifen,
können sie einfach nicht.
Ja, ich bin auch selbstkritisch!
Denn ich versuche mich zu bewegen,
aber trotzdem will ich Spaß mit Tiefe im Leben.
War verdammt lange genug nicht so!
Vielleicht gibt es die Eine, die auch beides will
und dafür genug Geduld hat mit sich und mir,
diese Ebene gemeinsam zu erreichen.
Wenn nicht, will ich zumindest nicht zurück,
zu den lebenden Leichen.
Der Friedhof der Beziehungen ist voll davon.
Man muss sich entscheiden,
lieben und leben oder ewig leiden.

Mit der Zeit, zum Lächeln bereit …

Was auch geschrieben, gesagt wurde,
was auch gedacht, gefühlt wurde,
was auch gelitten, gestritten wurde,
nichts ist von Dauer in uns,
wenn wir guten Herzens sind,
zerstreut es der Wind.
Wir lieben uns und alle die wie wir
Menschen sind.
Niemand ist es nicht, niemand ist zu wenig
oder nicht besonders.
Jeder kann es sein und werden auf Erden.
Ein Lächeln genügt oft und wenn wir die
Zärtlichkeit spüren, noch mehr.
Ich, all das für mich begehr und gebe es selbst so sehr.
Warum ist es zu bekommen so schwer?
Die Zeit befreit uns manchmal,
doch oft auch nicht,
denn wir sitzen zu streng mit uns zu Gericht.
Dabei könnten wir lachen, träumen, dichten,
Liebe machen …
Dann hätte der Alltag kaum Gewicht.
Doch wir schaffen es einfach nicht.
Und was auch der beste Therapeut uns prophezeit,
wichtiger bleibt, wir sind für jeden neuen Versuch
zum Lächeln bereit …
und das ist uns dann auch völlig genug.

Schnee von gestern.

Es wäre so einfach.
Wenn der Kopf nicht dick.
Ich wollte es nur spüren,
alleine mit dir, brauche keine andere dafür,
doch Mißtrauen lauert in Dir.
Erstmal beginnen.
Erstmal Vertrauen gewinnen,
was war da so schwer?
Vermutlich die Sehnsucht nach mehr.
Die wohnt auch in mir.
Und ich war es der zurückfinden musste zu dir.
Wenn da nicht der andere wäre so dumm gewesen.
Wärst Du jetzt ihm.
Und ein dritter Versuch ist sicher noch möglich,
käme er auf Knien.
Meine Liebe und mein Vertrauen,
hast Du im letzten Jahr verloren.
Nur mit Geduld und Zärtlichkeit,
würde sie vielleicht wiedergeboren.
Dafür hattest Du keine Zeit
und Ich glaube Dir nicht, das ist es wohl,
Du willst nicht mich,
sondern Irgendeinen für glücklich.
Nur darum bleibe ich auch offen,
für eine, die nur auf mich will hoffen.
Dann ist vielleicht alles möglich,
aber, Scheiße!
Ich weiß es doch auch nicht wirklich.
Jetzt bin ich frei und will es auch sein,
aber auch traurig, verrückt was,
ich hoffe Du kannst mir verzeihen.

L E B E N

ist kompliziert.
Leben heißt vergeben.
Immer zurück auf LOS!
Den Blick bewahren für das Schöne eben.
Leben heißt manchmal nicht denken.
Leben heißt alle Seiten zu betrachten.
Leben heißt andere Menschen zu verstehen.
Leben ist Respekt und nicht hinter Worten versteckt.
Mit Meinungen bleiben wir immer alleine.
Wut ist nur ein Gefühl, wie Liebe und Eifersucht.
Meist können wir beides nicht oder beides zu viel.
Leben ist ein irres Spiel.
Regeln gibt es keine,
aber alle haben das geiche Ziel,
schön sein soll das eigene.

Auf der Bogensehne.

liegt die Zeit.
Natur, Kultur, Betroffenheit.
Tyrannen lassen uns um unsere Werte bangen.
Ausbeutung ist wieder modern, den Nachbarn gern.
Jeder muss um seine Vorteile kämpfen.
Alles digital überwacht.
Freiheit heißt wir dürfen alles.
Aber alles ist noch nicht ausgereift.
Vor- und Nachteile sind verschwommen.
Hauptsache was mitgenommen.
Jugend sucht sich neue Wege,
sie dauert nur jetzt bis zur Bahre.
Alles zittert auf der Sehne.
Wo gehört man zu, Zukunft oder Vergangenheit?
Wir sind einfach noch nicht so weit.
Frieden oder Krieg,
das alte doch überwunden geglaubte Lied.
Erde wird mehr EINE Welt,
doch Gleichberechtigung gibts nur für Geld,
glaubt nicht, dass mir das gefällt.

Digger

Du strampelst Dich ab
und nicht zu knapp.
Bist doch so verloren im Leben.
Das erinnert mich an mich.
Ist ja nicht verwunderlich.
Ich wusste auch lange nicht was werden.
War verspielt und nur für mich.
Wahre Freunde gab es nicht.
Hab mit mir gekämpft,
mit dem Leben und dem Gewicht.
Mindestens das hast Du nicht.
Ich weiß Du wirst bald erblühen.
Dein Comingout wird kommen.
Vielleicht wächst in Dir
noch viel mehr, denn Du bist
mehr, ganz unbenommen.
Und bei allem pubertären Schwanken,
hast Du mir fremde Seiten,
die dich ganz anders werden leiten.
Mein Sohn, ich weiß das Leben,
hat noch viele Zufälle bereit,
aber ich spüre es, Du bist entschlossen
und kämpfst unverdrossen.
Ich kann es sehen,
Digger, Du wirst Deine Wege gehen.

Das alte Lied.

Manches geschieht wie gedacht.
Manches ganz anders.
Manchmal träumen wir in der Nacht
und twittern dann, was man noch erinnern kann.
Manchmal brauchen wir viel Geduld.
Auch wenn unsere Träume und Gefühle uns drängen.
Wer weiß schon was neue Tage so bringen.
Wir flattern herum,
oder schreiben, schleichen durchs (Worte)Gebüsch.
Einmalig, sind wir dabei nicht.
Schreiben hat heute ohnehin ein ganz anderes Gewicht.
Wer spricht denn noch durchs Telefon.
Die Erwartung danach, ist immer größer, als der Ertrag.
Aber dass das Warten, auch seinen Reiz haben mag, wissen wir.
Und hoffen auf das Begegenen immer wieder.
Am liebsten jedoch, das ist Eure gemeinsame Leidenschaft,
wollt ihr gebunden werden und stumm, mir ausgeliefert sein,
unwissend, was bald schönes geschieht.
Das ist mit Euch immer das alte Lied.

Vor(ur)teile

Die Welt ist voll davon,
Aber auch voll Lachen!
Gesellschaft nur, macht uns bunt.
Nicht vergraben oder trennen.
Nicht Streiten oder davon rennen.
Jeder glaubt seine Vorteile zu kennen.
Aber die Gemeinschaft nur hat Kraft.
Der Zeitgeist ist ein ruheloser Wind,
der gerade keine Solidarität mehr kennt.
Und doch sind sich die Menschen näher gerückt,
auch wenn das vielen nur durch Technik glückt.
Die Welt ist sich näher, aber dadurch auch hitziger.
Ein ewiges, irgendwo brennendes Feuer.
Ein sich ständig drehendes Ungeheuer.
Dass uns beisst, mit Sorge und Angst.
Das Menschen vertreibt aus der Heimat
und andere verschanzt.
Wir können nur auf die Jungen setzen,
aber auch sie machen alte Fehler.
Doch es bleibt unsere Pflicht zu beschreiben hier,
dass so vieles, ganz possitiv,
der Vergangenheit nicht mehr entspricht.
Vergesst das auch, in Euren gelben Westen nicht!

Kreuzweg

So viel ist möglich,
zu gewinnen,
neu zu beginnen
abzuschütteln was auf der Seele liegt
was den Tag verdüstert zu erhellen
Auszuprobieren was sein könnte
Sich zu verlieren in Möglichkeiten
Sich zu befreien von dem Bösen
sich zu erlösen
weg von Religionen und Klischees
Den eigenen Weg endlich zu finden
Glück und Sicherheit miteinander verbinden
Aus vielem eins zu machen
Endlich wieder befreit zu lachen
Aus Ernst wurde Spaß,
aus Spaß wird das, was man immer gesucht
Miteinander, mit vielen oder allein
Ein Kreuzweg der Möglichkeiten sollte es sein
Anstrengend bleiben aber schön zugleich
Vielfalt macht reich!
Ob in einer Liebe oder in vielen
Ob im Ernst oder im Spielen
Den Tag genießen, das Leben
Den Menschen sehen, nicht sein Wollen
Sein Herz und sein Gefühl
Mein Geben lieben
Mich bewegen, gerne begleiten,  in alle Wege
in mir sein und mich verstehen
und frei und offen mit mir gehen,
das wäre schön.

Die Angst der Wölfe
vor den Schafen

Es hat sich völlig gedreht,
heute jeder Depp weiß,
was ihm angeblich zusteht.
Sein Recht in Zeit und Geld,
bestimmt sein tuen.
Der Chef darf nix fordern,
schon gar nix kommt von selbst.
Die Arbeit wertschätzen,
sich darüber puschen,
dass macht man nicht mehr,
lieber verdadelt man die Zeit.
Ein Team ist man nicht,
außer wenn es sich im Zorn
gegen den bösen Chef richtet.
Selbst sein kreativ,
da grinst man nur schief.
Sich einbringen voll,
ist niemals toll.
Und obendrein,
kultiviert man gerne,
das beleidigt sein.
Und noch zum Dank,
feiert man drei Wochen krank.
Tja, das bedauere ich sehr,
bin einfach nicht genug autoritär.
Doch wenn ich es wär,
wär das Geschrei derer,
erst recht groß.
Dann wär der Teufel los.
Oh Mann, wann sind die Schafe
endlich wieder Schafe bloß.

In sich finden

Wer kann schon wissen was von Dauer ist.
Was wir immer spüren werden.
Wir müssen uns erst erfahren
und selbst dann sind manche zu sehr
mit dem Kopf hinterher.
Da seit ihr nicht alleine.
Eine Lösung kenne ich keine.
Denn jeder ist wie er ist.
Dem anderen zu gefallen ist kein Gewinn.
In sich mehr zu finden als bisher vielleicht.
Denn meistens haben wir all unser Potential.
noch lange nicht erreicht.
Einen Schritt machen oder zwei,
aus der Starre, dem eigenen Prinzip,
nur macht uns frei.
Doch das fürchtet ihr so sehr!
Aber Freiheit kann auch bedeuten,
sich frei zu entscheiden,
bei dem einen zu bleiben.
Für eine besondere Zeit,
für Kompromisse bereit, erfahren und
genießen was da kommt.
Vielleicht ist es ja garnicht so gut,
wie die Hoffnung uns vorgaukeln tut.
Wäre ja nicht das erste mal.
Doch dann erst wissen wir mehr,
können es lassen, wenn wir uns noch nicht,
für immer eingelassen.
Es ist so einfach wie banal,
aber ich weiß, für das Herz,
ist diese Ungewissheit eine stete Qual.
Nur mit unseren Lippen und Händen,
können wir sie beenden.

Der Abschied ist gewiss …

langsam, schnell,
ich hab kaum Zeit darüber nach zu spüren,
schon beginn ich zu verklären,
aber eigentlich ist es schon lange weg in mir,
wie manches andere auch.
Ich hab es verloren oder hatte es nie,
das Bleiben,
das etwas ganz besonders ist in mir,
war immer nur ein Versuch,
seit dem eigenen Sein, nur ein Fluch.
Laufe immer nur davon!
Das Neue ist der Reiz,
aber oft auch nicht lang.
Es ist wie ein innerer Zwang.
Was bleibt kann ich nicht greifen.
Was wert, was gut, was kann man schleifen?
Nur mal im Spiel,
find ich die Konzentration.
In Worten und in Fantasie,
doch lange nie.
Abschied ist bei mir von Dauer,
er liegt bei jedem Neuanfang schon
auf der Lauer.
Ich bin mir nur selbst der Nächste, das ist gewiss!
Fahre im Kreis, im Hühnerstall Motorrad
und klappere vor Angst mit dem Gebiss…

Vater…

So viel erinnert mich an Dich.
Du warst wie ich und ich bin wie Du.
Doch auch wieder nicht, vermute ich.
Hab ich Dich wirklich gekannt
oder erahne ich nur Dein Wesen?
Es ist mir sicherlich sehr ähnlich gewesen.
Ich pflege Dein Andenken, den Familienbaum.
Aber vielleicht schaust Du jetzt auf mich herab,
mit großen Bedenken,
mit mildem Lächeln, kaum.
Wenn Du noch da wärst hier,
wärst Du mein Freund,
oder mein größter Kritiker …?
Ich glaube Du könntest mich verstehen,
tief in Dir drin.
Aber Du würdest auch meine Fehler klar sehen.
Vater, steh mir bei,
es ist schon zweimal prophezeit,
dass ich falle tief,
weil der Teufel mich rief.
Was auch immer passiert,
lass mich doch wieder auferstehen
und die Dinge dann klarer sehen.
Ich muss zu mir finden,
mich der Liebe verbinden
und sie in Wahrheit leben,
nur dann wird mir vielleicht vergeben.
So wie auch Dir damals,
nach dem Wahnsinn, dem Krieg,
dem Chaos und dem inneren,
menschlichen Beben …
hast Du es doch geschafft zu überleben.
Ich hoffe, es wird auch für mich,
dann irgendwann eine Leiter geben,
… zu Dir in den Himmel eben.

Meine Dummheit …

ist manchmal grenzenlos
und offenbar auch alterslos.
Sie ereilt mich immer ohne Vorwarnung.
Aber ich hatte ja eine Ahnung,
wie immer …
Und auch immer geb ich Steilvorlagen
und die Gegener kennen kein Erbarmen.
Ich bin einfach zu naiv und gedankenlos.
Zu offenherzig ohnehin.
Leg mein dummes Herz in jeden Schoß und
wer will verschlingt es dann bloß.
Und immer muss ich die Konsequenzen tragen.
Das hab ich mir selbst zuzuschreiben,
keine Frage.
Meine Schwäche ist eben auch meine Plage.
Ich stehe zu meinem Tun,
aber manchmal könnte ich dabei auch mal
cleverer sein als ein Huhn.
Vermutlich nicht.
Mein Gemüt ist eben doch zu schlicht.
Jetzt sitze ich schon im tiefen Loch
und falle immer noch.
Dabei ist meine Erschöpfung schon genug,
sich dann selbst das Wasser abzugraben,
ist nie besonders klug.
Die Wirkung ist trotzdem vielleicht ein Januskopf.
Ich bin müde, zieh mich doch oftmals,
am eigenen Schopf noch raus,
aber für immer, geht das eben auch nicht gut aus.

Gurken und Käse …

Was wir uns auch erträumen,
die Wirklichkeit ist oft nicht so traumhaft.
Was wir auch schreiben, reden.
Wir bleiben am Boden, im Leben,
von Fehlern und Irrtümern umgeben.
Wenn sie doch nur spurlos vorüber gehen würden.
Doch sind wir auch Mensch, mit Grenzen.
Was sich auch immer gut anfühlt im Augenblick
Er kehrt selten zurück.
Mit Liebe ablenken kann helfen,
aber jede Sucht ist nicht leicht.
Egal welcher Hunger uns treibt,
er auch an unseren Nerven reibt.
Wir werden träge und beleibt,
unser Blick nicht klar, vernebelt gar.
Manche lassen sich benutzen und gehen.
Können ihre dunklen Pfade nicht sehen.
Manche tanzen sich frei,
da wäre ich gerne dabei.
Doch lastet auf mir noch schwer,
Verlust und Trauer und meine
Feder ist stumpf geworden.
Seh nur noch die finsteren Horden.
Sehne mich nach Luft und Ruh,
einer Königin mit goldenem Schuh.
Da leg ich mich gerne dazu,
von Zeit zu Zeit und träume davon,
dass sie mich befreit.
Das schafft sie mit Leichtigkeit,
denn sie ist ja nur eine echte Traumgestalt.

Was können wir tun?

In solch dichten Zeiten.
Eine Welt im Griff der Realitäten.
Angst beherrscht die Menschen,
obwohl es ihnen so gut geht wie nie.
Weil der Wohlstand zu teuer ist.
Weil der Nachbar mehr hat oder ist.
Weil das normale Leben,
nichts mehr zählt eben.
Jeder kann seine Meinung leben,
seine Freiheit, seine Realität,
virtuell sogar mehrere Leben.
Aber überall kämpft man sich,
durch Monster eben.
Ich schau in die Bahngesichter,
die gequälten Menschen,
die sich mit Drogen ablenken,
vom Glücklichsein.
Ihr Leben ist wie ein Display so klein.
Nein, das ist nicht real!
Wir müssen da raus!
Blaßt dem Netz das Licht bitte aus!
Zurück zu Fuß und zurück in die Zeit,
die uns von der Eile befreit.
Wir sind was wir tun
und wir tun zu viel, was nur Spiel.
Es wird Zeit die Welt zu retten,
vor uns selbst,
den viel zu naiven und netten.

Simple Welt

Leider ist der Mensch, Mann, Frau
eine arme Sau.
Die meisten sind emotional,
sehr einfach gestrickt.
Aber ob klug oder dumm,
kriegen sie das nicht geblickt.
Sie werden gesteuert von der Biologie
von Träumen und der Psychologie.
Sie sind schon als Kind,
voll sozialisiert und mit ihrer Rolle leiert.
Kommt da mal ein freier Wille,
schlucken sie schnell die Betäubungspille.
Anders sein, eigene Gedanken,
stoßen auf innere, schmerzhafte Schranken.
Dann leiden sie ganz fürchterlich,
doch verstehen tun sie das nicht.
Keine Angst, auch ich bin Mensch,
doch hab ich aus der Turbulenz gelernt.
Schau hinter die Kulissen,
hab sie für mich eingerissen.
Bin ehrlich zu mir selbst und
schau in Eure Herzen.
Gefühle seh ich dort und Bedürfnisse,
am selben Ort.
Das ist das Missverständnis, die Illusion.
Der simple Genfehler Emotion,
der uns Menschen nicht kompatibel macht,
sondern zu Krieg führt und zur Schlacht.
Aber was weiß ich schon.

Ein Versuch ist es immer wert …

… aber ich mache keine Kompromisse mehr!
Wenn man sich begegnet und dabei viel findet,
viel verbindet, sollte man mit offenen Augen sehen …
Sich darauf wirklich einlassen ist schön.
Aber wenn es nicht passt, in der Hasst,
sollte man eben verzeihen, verstehen und gehen.
Ihr wollt alle viel für Euch, doch das ist nicht mein Ziel.
Ich bin selbst so voll und schön, es ist mein
Wunsch, das da eine kommt, die nur mich
und nicht, dass was ich für sie sein soll, kann sehen.
Mich so lieben kann und will, wie ich bin und
mir Ablenkung und Fantasie, mir Freundin sei
und devote Streiterin im Liebesspiel.
Die eben klagen tut darüber nie!
Ich weiß, der Wunsch ist egoistisch und verrückt.
Doch hab ich lang genug nur andere beglückt.
Die Zeit ist reif für mich.
Vielleicht gibt es sie nicht,
vielleicht sind das wahre Glück nur viele.
Vielleicht bin ich ein blinder Bär im Kreis.
Wer weiß, wer weiß …
Doch wenn man kämpft und auf sich vertraut,
bekommt man irgendwann den großen Preis.
Zufrieden sein mit weniger ist Scheiß!

Gerechter Zorn!

Vielleicht auch nicht,
vielleicht sitzt ihr eitel,
über den Falschen zu Gericht.
Der nicht mehr mit macht,
bei dem ewig gleichen Affen-Spiel.

Der nicht sein will der,
den ihr Euch formt zum Ziel.
Der nur für Euch da ist immerzu,
der nur gibt und nur bekommt zu Eurem Preis.
Und wenn er mal nicht mehr funktioniert,
werdet ihr für ihn nicht heiß.

Mit mir nicht mehr!
Ich hab’s durchschaut,
denn so läuft’s leider bei fast jeder Braut.
Das ist die Falle, wenn man sich ergibt,
in die Fänger derer, die behaupten:
„Ich bin so verliebt“.

Verliebt in einen der ihr Knecht,
der muss machen ihnen alles recht.
Das ist unser Männerlos,
sonst bekommt man nichts dafür.
Sondern nur den Spruch: „Da ist die Tür!“

Das hab ich lang genug gesehen,
das brauch ich nicht mehr haben.
Meinen Zorn darüber,
hab ich längst mutig,
in Entschlossenheit übertragen.

Ich spiele nur noch frei, wer mich will,
meine Leidenschaft, meine Zärtlichkeit und
wahre Liebe, der muss sie geben,
ohne Bedingungen und Ziel,
denn nur dann ist es kein Vorgespiel.

Der wunderbare Preis ist,
schaut her, auf Augenhöhe,
auch für Euch der gerechte Lohn.
Die ganz schlauen Mädchen wissen das schon.
Sie dürfen alles und überall hin,
das ist dann ihr Hauptgewinn.

Auf der Suche nach dem Frühling …

Es ist nicht mein Zorn,
das habt ihr falsch verstanden.
Aber ich kenne meine Fehler,
darum möchte ich sie eben nicht noch mal erleben.
Ich kann allen Beteiligten vergeben.
Doch es ist mein Schmerz,
ich will ihn nicht über Euren erheben,
aber ich mag zur Gerechtigkeit zurück finden.
Mich nicht an Dummheiten binden.
Du fragst warum?
Manchmal bleiben die Antworten im Ungefähr.
Denn nicht immer weiß man für die Beweggründe
der Vergangenheit eine Antwort mehr.
Und je mehr man schreibt und sich entfernt von der Zeit,
desto mehr ist man zur Fehleinschätzung bereit.
Das gebe ich zu und neige demütig mein Haupt.
Doch daher hab ich wohl verloren, wie man vertraut
und brauche Zeit um es wieder zu finden.
Du hast es nie bedauert oder einen Fehler genannt.
Obwohl Du heute sagst Du hast mich geliebt.
Nie hast Du mich gebeten Dir zu vergeben.
Warum? Weil Du eben Liebe nur dem kannst geben,
der Deinen Weg mit Dir geht.
Das hast Du Dir erlaubt
und das tatest Du ohne zu zögern,
obwohl ich Dich angefleht.
So wie Du jetzt, doch jetzt ist es zu spät.
Damals hast Du meine Liebe verloren,
aus Eigennutz geboren.
Doch immer kommt ein neuer Frühling im Leben,
in dem werden wir neu geboren
und können vielleicht auch vergeben.
Mit der Zeit, wo die Gegenwart schön
und die Zukunft offen bleibt.

Eintauchen …

möchte man manchmal,
aber man darf nicht vergessen wieder aufzutauchen.
Die Zeit heilt alle Wunden,
nur wenn man seine Blickwinkel verändern kann.
Ich kämpfe wie immer mit dem Jetzt und
noch mehr mit dem, Was dann?
Das kennt jeder, doch nicht jeder gewinnt aus dem Verlieren.
Und manchmal hilft auch nur die Sonne nach dem Winter.
Wir warten auf das Grün,
auf die Vielfalt die sich aus der Angst befreit,
auf die Schönheit die das Grau verlässt,
auf den Antrieb der die Müdigkeit vergisst.
Ich will alles und Du auch,
also nehmen wir es uns auch!
Lassen die Zweifel tief im Bauch,
denn jede Erfahrung macht uns reich,
jeder Kampf macht uns stark,
jeden Orgasmus spürt das Herz.
Das Leben ist ein Nehmen und Geben,
das nennt man Liebe eben.
Darin wollen wir schweben, tauchen
und den dummen Rest,
könnt ihr in der Pfeife rauchen!

Zeitlos

… sind manche Worte und Gefühle.
Sie und wir altern nicht, bleiben jung
oder doch nicht?
Meine Glieder hängen gerade in der Zeit,
ich rudere nach Kraft und Gelassenheit.
Was ist schon gewiss,
wir sind immer was wir tun
und nicht was wir uns wünschen.
Unsere Zeit ist vorüber,
doch manchmal kommt sie auch wieder.
Aber dazu müsste noch viel Zeit vergehen.
Deine Zeit ist immer!
Du hast das Leben noch vor Dir.
Und du bist schon so klar dabei,
in der Freiheit angekommen.
Trotzdem getrieben von der Ehrlichkeit,
die Dich gnadenlos von allen Gefühlen befreit.
Vielleicht ist das besser,
als jede Emotion der man sich öffnet,
denn sie verbrennt das Herz.
Das ohnehin schleudert, vibriert
und gerne dabei den Faden verliert.
So bist Du stark und kannst viel dafür.
Aber je mehr Du anders sein wolltest,
desto geschlossener war Deine Tür.
Zeitlos bleibt unser Bemühen hier …

SeRa

Du wirst gerade älter, schöner, klarer,
Du weißt noch nicht so viel, doch das gewiss!
Du bist Du, mehr und mehr,
ein Mensch, ein Mädchen sehr.
Du zeigst mir Deine Liebe,
Tag für Tag, das macht uns beide stark.
Ich nehme Dich mehr wahr und Du die Welt,
schreist sie an und leidest mehr, als Dir gefällt.
Du hast, so klein Du auch noch bist, Größe in Dir
und wirfst Deinen Schatten schon vorbei an mir.
Das macht Dich selbstbewusst,
doch sehe ich auch, kaum geglaubt, mit Schmerz den Druck,
der auch Dir in dieser Welt, schon den Atem raubt.
Ich weiß, mein wacher Blick muss noch bei Dir sein,
mein Arm um Dich, mein Vatersein bleibt immer Pflicht,
Du hast mein Herz dabei im Griff.
Und mehr zu geben ist schwer im Leben
und es wirkt manchmal vielleicht nur eine kurze Zeit.
Aber ich bin bereit, das hoffe ich zumindest irgendwie,
sicher ist man nie.
Und nicht weil das nur mein fester Wille wär,
der schwankt zu sehr, nicht aus Blutsbande allein,
nein, aus Vaterliebe, die mit Dir wächst,
bis zum Erwachsensein.

Da ist eine echte Sonne in mir.

… sie kriecht hervor
und macht es vielleicht leichter,
sich zu entscheiden, was geht und
was soll bleiben.
Doch in mir ist noch so viel Gewühl.
Die Heimat geht nur schwer,
zu viele schwere Erinnerungen sind in mir,
Menschen, Orte, Dinge …
Auch wenn sie längst schon verklärt,
sind sie des langen Abschieds wert.
Und was prägt mich daraus?
Erfahrungen die süß und auch voller Graus.
Verluste und Niederlagen, in den vergangenen Tagen.
Versprechen und Hoffnungen, hab ich nicht vergessen.
Aber es wäre nicht fair,
mich wieder so einfach zu geben,
wenn ich weiß es reicht nicht fürs Leben.
Ich bin noch auf der Suche und
sie allein ist mein Sonnenschein,
mein Kitzel, mein sündiges Treiben,
kann allein mir, den argen Alltag vertreiben.
Ich bin da noch wie ein unerfahrenes Kind.
Ich glaube an meine Gefühle blind.
Es ist wie ein Spiel, ein Lied, ein Gedicht.
Schön aus dem Augenblick, aber mehr auch nicht.
Konstanz und beieinander bleiben
ist ein schönes Konzept,
doch ich habs überwunden oder vielleicht
auch nie gefunden.
Ich bin also schlecht, Euer Zorn ist gerecht,
doch tief in mir weiß ich,
meine Zweifel und meine Sehnsucht nach Freiheit,
sind viel mehr und echt.

Weil ich Eure Leidenschaft bin.

Es gibt nur zwei Seiten der Welt.
Die Langeweile und die Leidenschaft.
Die Langeweile ist besser …
sie schafft keine Leiden.
Ihr wünscht Euch geliebt,
verwöhnt zu werden.
Doch wer liebt und verwöhnt mich?
Liebe ist weniger wie Freiheit,
denn Freiheit ist von Dauer.
Was man aber nicht gibt,
daraus kann auch nichts entstehen
und das ist nicht schön.
Es ist der Grund warum wir fremd gehen,
zuerst im Gedanken und so und immer wieder …
Wir wünschen uns es sei anders,
aber tun wir was dagegen?
Wir warten nur ab, wir erwarten nur.
Denn wenn man etwas tut,
dann tut man immer weh,
anderen oder auch sich selbst.
Darum leben wir lieber friedlich mit dem,
was uns fehlt und im Stillen quält.
Irgendwann es dann ja, nicht mehr zählt.
Aber unser Herz vor Hitze stöhnt
oder vor Kälte jene verhöhnt,
die immer noch gerne würden verwöhnt.
Ob es Euch irgendwann gelingt,
das zu sehen und zu sagen?
Eure wahren Gefühle vor Euch selbst,
nicht zu verstecken, sondern sie zu ertragen?
Daran noch zu glauben, macht für mich nur Sinn,
weil ich weiß, dass ich Eure ganze Leidenschaft bin.

Wenn wir suchen …

Nach Wind und Luft.
Nach Blumen und Träumen.
Nach Sonne und schützender Nacht.
Nach Freude und Liebe,
wissen wir so oft trotzdem nicht wonach.
Das Netz ist voll von Suchenden.
Manche haben schon so (zu) viele Erfahrungen gemacht.
Und doch, im Herzen ein großes schwarzes Loch.
Denn unser Fantasie,
erschafft in uns, so oft die idealen Menschen, Welten,
doch die gibt es dann tatsächlich nie.
Auch wenn ihr es nicht glauben wollt.
Die Wahrheit liegt im Spüren.
Allzu oft wir von den wahrhaft besonderen Momenten,
sooooooooooo! wenige berühren.
Wir wollen dann nur unbedingt was sehen,
was in der Wirklichkeit, nie dauerhaft in uns kann bestehen.
Doch unsere riesengroße Sehnsucht,
malt uns verzweifelt an die Wand,
was höchsten mal ein Spatz ist in der Hand.
Ein Märchenschloss und gerne auch der rosa Elefant.
Diese schönen Gespenster vertreiben wir dann nicht,
egal wie oft wir Lehrgeld zahlen
und unser Herz in Schmerz und Trauer bricht.
Das überstrahlen der Vernunft ist uns von Dauer,
die Fehler zu wiederholen, liegt immer auf der Lauer.
Nur wenigen gelingt es doch, die Liebe zu finden noch.
Ich bewundere ihren festen Glauben,
will ihnen die Illusion nicht rauben,
doch meiner Zweifel sind genug um zu wissen,
das ist allzu oft nur Selbstbetrug.
Denn wenn wir suchen, ist das was wir finden,
fürs Leben eigentlich nie genug.
Eine(r) muss dann immer sagen:
„… also gut, ich kann’s ertragen.“

Frei glücklich …

So viel geredet, geschrieben
und doch nie verstanden.
Ich bin so voll von Dingen die geschehen,
ich bin nicht frei, viel weniger wie ihr.
Genau darum ist mir das so wichtig eben hier.
Ich kämpfe jeden Tag um dies Freiheit, um das Prinzip,
brauche Luft und Raum dafür …
Doch jede die sie mir freiwillig,
mit Zärtlichkeit und Verständnis gibt,
merkt es aber kaum, könnte mir vertrauen.
Aber sie sehen alle nur sich selbst,
ihr eigenes Leiden,
wollen alle nur die eigenen Geister vertreiben.
Das verstehe ich gut,
aber es ist dann ein unlösbares Problem
und wir müssen solange, ihr das nicht könnt sehen,
eben auseinander gehen.
Ich kann nichts dafür, wollte ehrlich sein und fair
und nicht wieder am Lebensring tanzen wie ein Bär.
Auch Euch will ich nicht nasführen,
wenn auch manchmal Fantasie und Unwahrheit,
Euch von Sorge befreit.
Meine Absicht, mein allerletztes Ziel,
ist rein und ganz allein,
das freie Glücklichsein.

Unteilbar

Ich kann nur mein Verlangen teilen.
Mein Herz ist zu sehr voll verlogenem Schmerz.
Es ist nur eine alte Pumpe!
Wir interpretieren was wir gerne dort
hören möchten hinein.
Was wir wollen, das soll unsere Wahrheit,
unsere „Liebe“ sein.
Mit Frauen kann man da endlos
und sinnlos diskutieren,
denn sie wollen einfach ihr Herz verlieren.
Bestimmt ist das eine biologische Kraft,
für mehr Nachkommenschaft.
Aber logisch und mit Verstand,
hat MANN diesen Unsinn schon immer erkannt.
Doch gerne zum Weiberfang angewandt.
Ich habe auch Gefühle,
ich spüre sie oft und ganz viele.
Aber ich erkenne die „Liebe“ dabei,
trotzdem sie manchmal schön wie nie,
als was sie immer ist, nämlich nur Poesie.
Unteilbar und echt,
ist nur unser Verlangen im Geschlecht.

Die Müdigkeit überwinden …

aber wie?
Da sind so viele Wachhalter
Menschen, Gedanken, Probleme,
zu verwalten.
Ich strample mich ab,
suche wie immer nach einem Ausweg,
aus dem Gewimmer.
Aber ihr macht es nur noch schlimmer.
Brüder die sich weit entfernen, wieso?
Eltern zu früh im Himmel …
Heimat verloren im irgendwo.
Was wird nur Neues daraus geboren?
Ich bin offen für neue Wege.
Aber die Welt ist ein altes Gehege.
So wie unsere kreisenden Gedanken.
Überall nur Schranken.
In Euch noch mehr als in mir.
Manche töten dafür.
Ich weiß,
meine Sorgen sind Luxusscheiß.
Aber die Müdigkeit,
mindestens, ist mein spürbarer Preis.
Nur, sie lässt mir immerhin Zeit
für Gedanken, die sich um
Liebe, Freiheit und neue Pläne ranken.
Wer mich begleiten will,
leise und still,
findet mit mir vielleicht,
irgendwann ans gemeinsames Ziel
und auch im Herzen ein echtes Gefühl.

Die Malerei in mir …

Ja, Du gehst endgültig,
das war mir eigentlich klar.
Es war ein letzter Versuch,
die Farben, Landschaften zu finden in mir.
Alles zu klären und auszusprechen.
Aber Du kannst den Kompromiss nicht mehr,
die Selbstreflexion,
Du siehst nur meinen scharfen Ton.
Da hast Du recht,
mir liegt das Herz eben auf der Zunge
und Du verträgst diese Wahrheit schlecht.
Du hast ohnehin einen Panzer um Dein Herz gebaut,
der offenbar nun sogar aus Eis ist,
das meine Sehnsucht nicht mehr taut.
Ja, ja, das siehst Du alles als nicht wahr.
Das kannst Du nicht zugeben.
Würdest Du mit mir wieder leben,
wäre es ein Eingeständnis eben.
So werde ich Dich dann endlich doch frei geben.
Das befreit mich auch
und ist ein Stück weniger Schmerz im Bauch.
Nun hoffe ich, dass diese Woche der Wahrheit,
ist der Beginn von weniger Leid.
Von Unabhängigkeit von Zwängen,
die noch immer mir in den Kleidern hängen.
Befreiung durch Tod, von Menschen,
Beziehungen, Hoffnungen …
So ist der Lebensrhythmus dieser Welt.
Was wir schreiben, malen, ist eben
Ausdruck unsrer echten Qualen.
Aber auch ein Organ für den Neubeginn,
den wir immer irgendwann erfahren.

Volle Regale

Die Welt ist voller Geschichten.
Gute und schlechte.
Ich bewundere die unentdeckten Fanale.
Inzwischen medienweit.
Man kommt nicht mehr mit.
Die richtigen Worte zu finden und lesen,
das ist gestern gewesen.
Ich entdecke nur zufällig gute Autoren.
In Empfehlungen hab ich längst das Vertrauen verloren.
Genau wie im echten Leben.
Vieles ist vertraut und noch mehr daneben.
Menschen die es durchschauen.
Menschen die es in Worte bringen.
Mein Respekt!
Aber trotzdem lesen wir alle anders.
Männer und Frauen sowieso.
Und manche lesen nicht wirklich,
sondern denke sich dabei viel zu viel.
Und schon ist die Bedeutung anders.
Richtig verstehen, hinter die Worte zu sehen,
ist eine Kunst.
Leider bleibt mir nicht mehr genug Zeit.
Denn ich will zu viel, zu weit
und man muss zu viel kämpfen,
für jede Gelegenheit.
Darum resigniere ich manchmal schon,
denn alles kann leider nicht gelingen.
Leben, Lesen, Lieben, Schreiben in
eine schöne Balance zu bringen.
Das wäre toll!
Aber meine Regale, sind leider schon,
oder noch, sehr voll.

Fuchsspuren

Man kann sich versetzen
in jedes Tier,
vermutlich weil verwandt sind wir.
Verwandt mit alldem was auf dieser Welt,
zur Biologie zählt.
Nur der Verstand kommt aus göttlicher Hand,
manchmal scheint er mir aber doch eher
wie ein Fluch.
Denn das Überleben ist doch eigentlich
kompliziert genug.
Fressen, ficken, sterben.
Kaum mehr können wir vererben.
Denn was von uns bleibt ist nur
eine Ähnlichkeit.
Unser Denken ist nicht einzigartig,
sondern nur eine Kopie,
eine Logik des Nachahmens,
Nachplapperns und dazu ein Schuß Psycholgie.
Ängste, Träume und immer auch Hoffnung,
rühren die Gedankensuppe um.
Dabei kommt meistens Mist heraus,
Magengeschwüre mindestens sind unser Garaus.
Es bleibt mir nur zu reflekltieren,
Worte zu schreiben hier, in digitalem Raum.
Doch dauerhaft Spuren,
hinterlässt das wohl kaum.

Uploadfilter: Hass

Der Hass ist in uns,
kommt aus uns selbst,
ich spüre ihn in mir,
bei allem was mich berührt,
er ist das andere Gesicht der Liebe
und ihr seht es nicht.
Wir hassen in unseren Träumen,
hassen mit unseren Blicken,
hassen alles was anders ist,
Hass sitzt unserer Angst zu Gericht
und wir lieben uns dafür nicht,
aber wir verstehen uns sehr,
wir setzen uns selbst und andere herab,
das ist unsere falsche Gerechtigkeit,
die uns selbst befreit und andere zerstört,
nicht anders als wenn wir ihr Leben verbrennen,
ich weiß es und will vor mir selbst weg rennen,
aber da ist immer eine falsche Stimme in mir,
der Reflex der pariert,
der meine Schuld relativiert,
ich hab nicht geschossen!
Aber trotzdem weiß ich,
auch in meinem Leben,
ist Blut geflossen
und fließt es im Denken,
Schreiben unverdrossen …
Wir brauchen,
so sehr ich die Freiheit liebe,
einen Uploadfilter,
gegen unsere niederen Triebe!
Gesetze und Redaktion,
sonst ist nur Hass,
Schmerz und Tod unser Lohn.

Überflug

Viel bewegt sich,
aber viele bewegen sich nicht mit.
Oder jeder fliegt woanders hin.
Zu viele Möglichkeiten und wenig
gemeinsame Zukunft.
Bewahren oder volle Fahrt voraus?
Bücher und andere lieb gewonnene
Dinge, Rituale sterben aus.
Unsere Sorge und das Geschrei ist groß!
Wir protestieren nur noch bloß …
In uns und miteinander.
Doch der Wandel ist unabdingbar,
weil es so schon immer war.
Wer lebt noch in der Höle,
von anno dazumal?
Wir kommen nicht drumherum,
uns zu lösen, von dem,
was einst in Stein gemeisselt war gewesen.
Die Zeit fliegt vorbei
und mit ihr Veränderung im schönen neuen,
digitalen Universum.
Kein Aktionismus bitte!
Aber doch brauchen wir Mut,
im Zwischenmenschlichen am meisten,
denn lange schon ist klar,
der Zwang, die Moral, die Normen
sind nicht zukunftsfähig mehr.
Aber der Wandel im Miteinander
fällt uns sooooo schwer!
Versucht es! Männer, Frauen
Wer besser leben, lieben will,
muss sich das Neue trauen.

Nicht zu laut …

was wir verlieren ist nicht immer
ein Verlust.
Manchmal ist es ein Gewinn,
an Erfahrung und Offenheit.
Ein Schritt der befreit!
Was man auch immer damit macht.
Den nächste Fehler, Probleme,
liegen schnell wieder auf der armen Seele.
Ich beneide die, welche sich
einfach nichts zu Herzen nehmen.
Wäre ich so, wäre es aber auch falsch,
denn dann wäre ich kalt und hätte
kein Mitgefühl.
Doch hab ich das, meist ganz viel.
Selbst bei meinem ärgsten Feind,
reiche ich die Backe viel zu bald.
So selbstkritisch bin ich halt.
In diesem Fall,
ich sag es lieber nicht zu laut,
bin ich froh, meiner Nachsicht,
für diesmal zu entkommen.
Denn die Geschichte hat
mich wirklich sehr mitgenommen.
Ein schönes Gefühl,
jetzt endlich sagen zu können:
Aus ist das böse, böse Spiel!

Die Immersuche

Was wir immer finden,
ist schon ein steter Reiz.
Das Alte, die ewig gleichen Nasen,
ist auch nicht meins.
Ich freue mich über jedes neue Gesicht.
Denn die alten Mühlen immer neu zu ölen,
bleibt eine angestrengte Pflicht.
Egal wer dann endlich geht,
welche Auszeit ansteht.
Wenn man nicht wirklich mit der Vergangenheit bricht,
bringt das die echte Veränderung nicht!
Aber wem gelingt das schon heute?
Alle seine Dummheiten los zu werden.
Fast jede Frau hat sich zu früh entschieden,
von irgendwem, die Kinder zu lieben.
Tausendfach, passiert das ihnen.
Und dann sitzen sie da,
mit schreienden Kuckucks-Babys gar.
Dummheit und Eile im jungen Leben,
ist jetzt ihr Mühlstein eben, aber
Einsicht, ist trotzdem kaum in Sicht.
Dabei sind manche dann doch auch
auf der Suche, nach dem der anders ist.
Erkennen tun sie ihn aber nie nicht.
Sie wollen ihn wieder nur formen,
ohne Geduld, in ihre anerzogen Normen.
Anstatt Neubeginn, im Kopf,
wiederholen sie alles wieder und wieder,
bis sich jedes Gefühl hat erschöpft.
Warum nur geht nicht Freiheit
und Leidenschaft pur?
Dann wäre die Suche so schnell vorbei
und das Leben ganz wunderschön nur,
für alle, mich und uns zwei.

Friday for Love

Eigentlich ist es ganz einfach,
aber wir wissen es besser.
Wir Alten, wir haben so unsere Erfahrungen,
mit guten Vorhaben und Absichten.
Flowerpower, wisst ihr noch?
Frei und später grüne sollte die Welt werden.
Kleine Schritte haben wir gemacht.
Im Kopf, manche von uns und
irgendwie ist wohl an allen was hängen geblieben.
Aber auch die Angst vor der eigenen Courage
bleibt uns immer.
Es wird wohl nicht so schlimm werden auf Erden.
Noch haben wir eine Ahnung von Natur.
Und haben das Bewusstsein gepflanzt in unsere Kinder.
Der Samen geht jetzt auf,
wir schauen etwas ungläubig darauf.
Denn es ist schwer, alles verändern,
von allem liebgewonnen Luxus lassen.
Verschwendung und Erleichterungen
neu denken, jetzt und gleich!
Erinnert uns das an unsere Alten?
Sie wollten auch nicht wirklich glauben
und wollten sich halten am Ausbeuten und Rauben.
Wir sind nicht viel anders geworden,
lesen wir auf den Schildern der Schülerhorden.
Ja, auch dieser Protest der neuen Jungen ist gut,
ihr Zorn trifft uns zurecht.
Unser Versagen ist echt!
Aber eigentlich, ist es nur wichtig zu lieben,
das ist uns doch gelungen weiterzugeben.
Sie wissen nun, was wir an diesem Planeten haben.
Und ist es nicht schön,
dass sie dafür auch endlich auf die Straße gehen.
Es war höchste Zeit!

Vergessen wir’s!

… was wir alles mal gesagt haben
und was wir dachten und dass wir uns
danach schwere Gedanken machten.
Das fällt uns eh leicht.
Denn Reflektion ist ohnhin nicht,
in unserem Sinn.
Die Sonne scheint immer wieder,
Zeit ist kaum vergangen
und doch stehen wir viel davon
in Warteschlangen.
Wir wollen immer dabei sein,
immer etwas in der Zukunft gewinnen.
Statt im hier und jetzt zu beginnen.
So viel beschäftigt uns,
lässt uns wichtig sein und gut.
Das Schlechte zu vergessen macht doch darum,
doppelt Mut.
War es überhaupt schlecht?
Ist nicht jede Erfahrung echt?
Wenn wir Zeit gewinnen,
um etwas neu zu beginnen,
egal was daraus wird,
ist das nicht in jedem Sinne mehr?
Und auch wenn es nicht gelingt,
wenn das spüren im Momment doch stimmt,
warum treiben wir uns selber vor uns her?
Wenn die Zärtlichkeit im Augenblick,
vergessen kann was geschieht irgendwann,
das alleine ist doch Glück.

Doppelleben

Naja, so isses halt.
Ich bin nicht süchtig und nicht kalt.
Auch wenn die „Normalen“ damit pralen,
dass sie ihre Gefühle unterdrücken.
Erzählt mir nix!
Jede(r) von Euch würde gerne all seine
Sehnsüchte beglücken.
Ihr meint Verzicht ist Glück?
Vielleicht, doch was hat man am Ende
damit erreicht?
Sicher es ist weniger aufregend
und das hält das Herz manchmal überlebend.
Denn Glück ist auch Schmerz,
auch wenn Zufriedenheit zu Atem kommt,
wird sie mit Langeweile oft belohnt.
Gut, eine Weile können wir genießen,
aber zu aufregend ist es Neues zu riechen.
Neu zu schweben und zu erleben.
Wenn zwei das ganz gleich können nur,
wäre das Bleiben zu überlegen,
in dieser Freiheitsspur.
Doch das wird es auf der Welt für jeden,
wohl nur einmal geben.
Auch ich bin nicht einmalig für Euch,
das durfte ich so oft erleben.
Ich hab nur mein Einzelleben,
von manch schönen Momenten begleitet eben.
Aber ich lasse es zu
und das lässt mich auch,
die Welt aus ihren alten Angeln heben.
Schon lange …

Wahrnehmung

Was wir lesen, wem wir begegnen.
Nachrichten die wir zu meiden suchen.
Und doch beeinflußen sie uns unvermeidlich.
Kinder die demonstrieren,
Menschen denen wir vertrauen
und die wir wieder verlieren.
KUNST die uns entgegenschreit.
Gedanken die sich um zu vieles ranken.
Wir öffnen uns und umschließen doch,
mit unserer Wahrnehmung ALLES.
Aber NICHTS ist vergleichbar,
trozdem wir uns nachahmen,
ist das WIR sein, kaum zu planen.
Nur der HUMOR kann uns retten,
nicht alles zu ernst und wahr zu nehmen.
Wir sollten vielleicht einfach zurück uns lehnen,
der HYSTERIE um uns kein weiteres Feuer geben.
Aber das scheint gerade sonst keiner zu wollen.
Aus dem Nichts entsteht darum Protest!
Wenn man sich an allem stößt,
ist man aber weder ehrlich,
noch gerecht, sondern nur, sehr stur.
Lösungen sind nicht immer so einfach,
wie man sie einfach fordern kann.
Selbst wenn die Welt sich schnell ändert,
stirbt sie doch irgendwann.
Wir sind nur ein Parasit,
zu Überleben ist unser Profit.
Aber das Besondere ist dabei, die Fantasie,
in unserem verwirrten Verstand,
der eigentlich nur zufällig entstand,
in dieser Galaxy.

Immer noch lieben wir (schwer)

… viel aufzudrehen,
aufzuarbeiten, zu überstehen.
Vielleicht bräuchte ich doch die Couche
oder sogar Hypnose.
Aber ich glaube das nicht,
denn alles wäre eigentlich so einfach,
träte ich selbst mutig ans Licht.
Das ist mir schon klar.
Würde ich die Auseinandersetzung suchen,
die Wahrheit in mir hervorrufen,
zerstören was ohnehin nicht mehr da,
was wäre das für ein Trara!
Lieber bleibe ich da still
und ihr auch, mit Schmerzen im Bauch.
Aber Hummeln im Hintern
und auf der Suche nach der
Entspannung in Deinen Armen.
Glaube mir, würde ich es zulassen,
es gäbe kein Erbarmen,
Aber Du würdest die Enge schnell hassen.
Weil das dann immer Fordern und Geben,
ist besonders anstrengend eben.
Und es ist ein zweischneidiges Schwert,
bisher war ich das noch keiner wert.
Immer hält es nur kurz und vertreibt,
alle Liebe mit der langweiligen Zeit.

Ostern 19:
Habt ihr jetzt endlich Eier?!

Irgendwann muss das Sammeln,
doch vorüber sein, Nein?
Manche mögens hart, andere lieber weich.
Ok, das einfach mal Leben und leben lassen,
ist offenbar nicht so leicht.
Da pöbelt man lieber,
sprengt andere ins Jenseits hinüber.
Als sei es nur ein Spiel.
RACHE!
Der einzelne,
vorallem der ANDERE, zählt einfach nicht viel.
Das Höhere ist uns wichtig,
nur was ist an einem mordenden Höheren,
denn so richtig?!
Schon im Kleinen erleben wir das täglich,
niemand kann annehmen, mal stehen lassen,
sich an die eigene Nase fassen.
Immer wird wiedersprochen,
nichts neu begonnen oder zu gegeben.
Jeder verteidigt, mit Zähnen und Klauen,
die eigenen Fehler im Leben.
Schuld sind sowieso nur die ANDEREN eben.
Wann hebt sich dieser dumpfe Schleier,
über den Menschen endlich mal,
wann wird die Gelassenheit Plan,
wann das Eigeninteresse vergessen,
wann findet ihr Eure Eier
und wollt sie nicht gleich wieder fressen.

Jede Nacht

… ist eine schöne Dunkelheit
Sie lässt uns abtauchen,
unseren Zorn verrauchen,
die Müdigkeit ist nur ein Beigeschmack,
der aber auch Vorteile hat.
Wir können Gedanken zu Träumen ranken
Manchmal erfüllen sie sich auch,
manchmal auch nicht.
Sie ist das halbe Leben,
da gilt es auch was zu durchleben.
Die Schwärze zu durchdringen,
gefühltes Licht in sie zu bringen.
Unsere wahren Gefühle,
im Schutze der Dunkelheit.
Die uns befreit,
die sich was traut, was wir von uns
nur verstehen, wenn wir dem
öden Tag entfliehen.

Meine (zu) tiefe Königin

Du bist es wert, zu sein mit Dir
viel und viel mehr.
Wie fast alle Frauen empfindest Du soooo sehr.
Du liebst und leidest durch das Leben
und doch ist viel davon nur Wollen unbedingt
und im Zweifel warst Du dabei,
mit mir, immer ganz (un)bestimmt.
Zerrissen bist Du und kannst Dich
auch nicht zurückhalten im (un)gerechten Zorn.
Dich auch nicht wirklich bewegen hin,
zu einem neuen Leben, nur nach vorn.
Deine Tiefe trifft schmerzhaft,
auf mein oberirdisches immer mehr erleben wollen.
Zu verschieden sind wir,
das ist nicht zu überwinden hier.
Auch wenn wir es noch so oft versuchen,
miteinander zu finden, zu kämpfen, zu fluchen …
Ja, ich spiele mit dem Leben,
aber nur um darin mehr zu entdecken
und will nicht wieder dem Stillstand,
eine Chance geben.
Denn das Bleiben ist wie Sterben,
das Ankommen wie Aufgeben,
nur die Fantasie, die Neugier und die Vielfalt,
sind ein andauerndes Vergnügen eben.
Mit Dir zu träumen war zuletzt sehr schön,
aber auch nur ein Selber finden.
Und um Dich zu schützen,
musste ich die eigene Hoffnung auf mehr,
jetzt endlich überwinden.
Auch wenn Dein Herz mir darum nie verzeiht,
diese Erkenntnis war uns beiden,
doch lange schon klar,
wenn es auch schmeckt nach gemeiner
Ungerechtigkeit ganz und gar.
Aber es ist doch der richtige Schritt,
der uns vom hin und her
und Dich nun endlich auch,
ganz von mir, befreit.

Allein

… ist schwer
ist man aber irgendwie immer.
Dem anderen bedeutet man nicht viel.
Er Mir auch nicht!
Das ist die böse Wahrheit, das schlicht Spiel,
wie unbegreiflich!
Ewig kämpfen wir für mehr,
doch die Gefühle spielen verrückt,
werden von unserem Willen brutal erdrückt.
Wir sind ein reines Kunstprodukt,
von der Gesellschaft ausgedruckt.
Wer individuell will sein,
jagt nur den Schein.
Aber damit bin ich sowieso,
ganz allein.

#KLIMA

Na gut, es schein schon fünf vor 12
Wo haben wir geschlafen?
Wir waren bewusst,
aber haben doch irgendwie nichts gewusst.
Und selbst wenn unsere Kinder jetzt zu viel trommeln.
Die Schwerfälligkeit macht Frust!
Aus der Bequemlichkeit heraus kommen.
Aus der Wohlfühlzone,
die wir gerade erst eingenommen.
Ist mehr als schwer!
Und dabei sag ich mir,
ist das nicht eigentlich richtig,
dass wir die Welt verbrauchen,
ist das nicht der Lauf und unsere Natur,
stirbt nicht das Universum auch andauernd nur?
Nehmen wir unser kleines Leben,
nicht wieder zu wichtig eben?
Spielen wir mal wieder Gott?
Warum soll der Mensch nicht untergehen?
Schon mächtigere Wesen sind im Gestein am verwesen.
Ich bin mir nicht sicher ob wir
nicht lieber feiern sollten,
bis uns der Stoff ausgeht,
bis der Horizont verglüht,
bis wir wieder zu Erde werden
und der ganze Planet, in der Sonne aufgeht
und daraus was Neues entsteht.
Tja, vielleicht kommt die Einsicht eh schon zu spät.
Dann ist jede Anstrengung sowieso blöd.

Gedanken verloren

Vergangenheit und Zukunft verschwimmt
Was will der Mann, was will das Kind?
Ja, ich rede über alles.
Das können die Schweiger nicht verstehen.
Ok, manchmal sollte man schweigen.
Das will ich nicht verschweigen.
Aber nur wer schreibt und redet wird sich weiter drehen.
Manche wertvolle Gedanken gehen mir verloren,
aber viele kann ich auch wieder einfangen.
Manche Gedanken sind tot geboren,
manche aus tiefstem Verlangen.
Jeder ist echt und liegt mir sofort auf den Zungen.
So kommen die Gefühle heraus,
mehr oder weniger gelungen.
Je mehr ich jedoch mit dem Alter verstehe,
desto unklarer wird das Leben.
War durch Erziehung und Norm,
doch so schön alles uns vorgegeben.
Doch heute ist mir klar,
wenn nicht ich einzigartig bin,
all das ergibt für alle keinen Sinn.
Wir machen uns immer nur was vor,
von der Wiege bis zum Himmelstor.
Was offenbar vielen auch wunderbar gelingt.
Wer aber einmal zu zweifeln beginnt,
die einstudierten Gedanken verliert,
im Nichts versinkt und in glühender
Hitze, erfriert.

Etwas zu früh …

wirst Du groß!
Aber vielleicht ist es auch nur meine
Sehnsucht bloß.
Doch ich merke auch, dass du Frau wirst,
ist für mich ein Lerngemälde.
Dich zu begleiten in ein freies Leben,
nicht bestimmt von Rollenbildern eben.
Ist mir wichtig und ein Berg zugleich.
Das Du selbstbestimmt und unverklemmt,
die schönen Seiten in dir lesen kannst.
Das baut auf, auf meiner Toleranz
und meinem gefühlvollem Vorbild,
aus jüngster selbst glebter Erfahrung ganz.
Sei selbstbewusst und schön,
sei wild und frei und voller Fantasie,
sei devot und lustbestimmt,
sei verspielt, intelligent und bleibe
doch m(ein) Kind.
Es ist nie zu früh, sich selbst zu spüren
und zu berühren.
Entpupe Dich und werde ganz,
wie ich es endlich bin,
ein wunderschöner,
freier Schmetterling.

Menschenbild

Frauenbild, Männerbild …
unsere Vorurteile sind wild
und begründet immerzu,
denn unsere Gedanken sich nicht
scheuen, diese stets wiederzukeuen.
Wenn unser Handeln sie auch spiegelt,
bei manchen schon seit Jahren.
Freundin, Geliebte …
sind sie förmlich eingeigelt.
Ihr seit gut darin, immer
wieder die gleichen Fehler zu erfahren.
Keine lernt daraus,
weil die Hoffnung und die Sehnsucht auf Glück,
alle Vernunft schaltet aus.
Das kenne ich auch und riskiere
dafür manchmal viel.
Aber ich durchschau das Spiel.
Ihr leider nicht
und Eure naive Unschuld dabei,
doch mein Herz so oft bricht.
Wir kennen uns schon so lange
und meine Erfahrung und Liebe
könnte Dich wirklich auffangen.
Doch Du siehst es nicht,
lenkst Dich ab und flüchtest Dich
immer wieder in die Arme des nächsten
jungen Kerls, der dich nur
für seine Lust benutzt.
Sie lieben dich nicht!
Es fällt schwer das zu verstehen
und einfach nur als Freund,
daneben zu stehen.

Voila amour fou

Es endet nicht,
geht immer weiter.
Manchmal im Kreis,
manchmal mit krassem Break!
Ist aber immer, der gleiche Scheiß!
Ich hab die Nase voll
und finde es doch immer wieder toll.
Die Nähe, das Berühren,
die Hoffnung zu verführen …
Doch stets wieder ist es so,
sie klammern sich ans alt gewohnt,
können nicht lassen los
und frei und leicht
nur lieben bloß.
Was ist mit all den,
verrückten Frauen,
nur los?

Geduld …

… passt nicht in unsere Zeit
und auch mich treibt der Übermut
gerade ungebremst.
Suche die eine die mich davon befreit,
vergesse nur immer ihre Eitelkeit(en).
Was kann man dagegen nur tun?
Manchmal Musik, manchmal Lesen
doch alles erregt mich, so ist mein Wesen.
Ich brauche einfach (zu)viel(e).
Doch es ist mir ernst, kein Spiel.
Eine Droge, die mich ausfüllt
und wie Nebel umhüllt.
Ich liege im Gras und dichte was.
Eine Flut von Gedanken und Worten.
Natürlich, das weiß ich schon,
alles ist bloß nur meine Interpretation.
Aber da ist auch ein Leeregefühl,
das Fülle braucht,
die Zeit dafür ist viel zu schnell versoffen
und verraucht.
Und ich warte immer schon,
auf das Besondere,
die Liebe zu einer die auch mich nur braucht.
Doch, ich bin es wohl selber schuld,
dabei hab ich doch schon,
soooo viel Geduld, mit Euch hier.
Bitte habt auch Geduld mit mir.

Zuhören

… die kleinen Dinge wahrnehmen
Menschen spüren.
Worte vernehmen.
Gedanken vergangener Dichter sind oft modern.
Es lohnt sich ihnen zuzuhören.
Sie sind besser wie ich
oder nur anders wichtig.
Unsere Zeit ist eine Sekunde der Welt.
Wir wussten schon was passiert,
unter dampfenden Schloten.
Was die Menschheit riskiert,
aber wir sind eben gutmütige Idioten.
Manchmal nur steckt mehr in uns.
Manchmal müssen wir dafür den Atem anhalten
und lauschen.
Aber für die Gerechtigkeit wollten wir
die Natur eintauschen.
Eine Welt für alle, günstig und machbar.
Das war, ist der faire Plan.
Aber nun müssen wir dafür eben alle
zur Hölle fahren.
Vielleicht gibt es noch Hoffnung,
bauen wir schon mal die Arche.
Morgen dürfen wir dann aufbrechen
nach Irgendwo.
Die Sterne sind unser Richter.
Dort sind wir aber dann nur klüger,
wenn wir endlich zuhören,
den eigenen Gedanken und Dichtern.

Tief in mir

… ist nichts und mehr.
Wenn Begegnung keine Erlösung bringt,
ist lieben schwer.
Dann weiß ich warum ihr flüchtet,
von esoterischen Theorien umringt,
leidet ihr immer, ganz bestimmt.
Wenn man sich, nur um sich selber dreht
und sucht und sucht nach dem
eingebildeten Ideal,
ist das wahre Gefühl irgendwann egal.
Und man liebt die Ablenkung nur,
bis es dann zu spät.
Aus nackter Angst ihr lieber bleibt
bei dem was Euch schon bindet,
auch wenn Euer Herz vor Verzweiflung schreit,
ihr seit nicht befreit
und so, Ihr den auch nicht findet,
der immerzu, wäre für Euch bereit.
Stattdessen ihr lieber verschwindet.
Gut, habt ein schönes Leben!
Ich kann alles vergeben.

Der Sturm der (aller) Zeit.

Es ist ein ungläubiger Kampf.
Ich weiß, ich kämpfe nur mit Worten.
Doch ist das nicht wenig,
mein Risiko liegt im ruhigen Blick verborgen.
Ich schrei nicht im Blätterwald.
Ich sympatisiere nicht im Hinterhalt.
Mein Blick ist klar
und ich nehme die Probleme im Inneren
und Außen dieser Gesellschaft war.
Was in mir tobt in Worten, ist auch ein
Spiegelbild von dem was mich umgibt.
Nicht alles weiß ich über jedes Leid,
doch bin ich immer zur Empathie bereit.
Ich packe meinen Frust nicht in Wut,
zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Und auch wenn da etwas in mir schreit,
bleib ich liberal und offen,
will von allen und jedem, immer das beste hoffen.
Was bringt uns ein Feindbild,
was all die Vorurteile?
Nur Leid und Tod!
Der eigene Vorteil ist irgendwann
immer auch ein Nachteil dann.
Wichtig für ein zufriedenes Leben,
bleibt die Balance eben.
Auch wenn uns allen nicht die gleiche Chance
mitgegeben.
Wenn wir es aushalten können,
sind unserer Kinder wenigstens bereit,
für ein besseres, offenes Leben,
nur von Freunden umgeben.
Nach dem Sturm …

Berlin und hier …

Zwei Leben führst Du
und vielleicht sogar mehr
und bist nicht alleine damit.
Jede(r) sind wir heutzutage wie eine Chimäre …
Wir zerreissen uns
und genießen das Viel so sehr!
Doch sind wir dünnhäutiger denn je,
sehen überall nur Übergriffigkeiten
über unsere Prinzipien und
Dogmen die uns gefangen halten und leiten.
So kannst auch Du nicht glücklich sein,
so bleibst auch Du allein
und redest Dir nur weiter ein,
das sei Freiheit und
müsse bei einer modernen Frau so sein.
Da hab ich wenig Hoffnung,
Dich davon zu befreien
und leider bist Du damit nicht allein.
Ihr seit wohl alle so!
Und auch wenn das wieder übergriffig war.
bleibt es (für mich) traurig aber wahr.

Im Rosengarten.

Welche Pracht um mich
und ich weiß sie alle zu schätzen.
Doch sie sind voll eitler Eigenliebe,
bunt und überall, dornenreiche Triebe.
Ihre Welt ist, dass sie alle anders sind
und niemals gleich.
Doch das Außenbild zeichnet so viel
banale Ähnlichkeit.
Man riecht und streichelt sie und
sie schmiegen sich immer in meine Hand.
Doch davor suchen sie den Kampf,
wollen nichts annehmen,
keine Erfahrung kann sie beugen
oder zum Besseren bewegen.
Ihre Pracht lässt sie trotzig
festhalten an ihrer Liebesmacht
und an Unsinnigkeiten an denen
sie in Wahrheit leiden.
Im Spiegel sind sie immer schön
doch können dabei nie verstehen,
das nur spiegelverkehrt,
man wirklich erkennt, den eigenen Wert.
Ich liebe sie wie sie sind,
doch mehr noch wie sie könnten sein,
wären sie mein.

Außenbild …

Darum sind wir bemüht und doch,
ist man in der Öffentlichkeit,
nimmt man Partei,
ist es mit dem Selbstbild schnell vorbei.
Entweder sie merken es nicht,
oder sind wie die meisten auch,
von sich selber nur ein Hauch.
Wie kann das Land, die Menschen,
die Politiker, die Kritiker vereinen?
Wir hetzen durch die Schlagzeilen.
Wir hetzen durch die Begegnungen.
Die noch träumen und dichten,
sind die Dummen.
Aber war das nicht schon immer so?
Wir sind eine getriebene Spezies.
Wir sehen im Spiegel nur,
unsere Vorstellung vom Menschen.
In der Realität haben wir Grenzen.
Nur die Anziehungskraft,
die Zärtlichkeit in uns,
mehr Wahrheit erschafft.
Doch kaum etwas unser Außenbild
durchdringt, weil wir so oft,
für das, was uns retten würde,
sind taub und blind.

Switcher …

Bin ich und seit ihr alle …
In der gleichen Gefühlsfalle.
Was ihr braucht,
jede nur mit Mühe über die Lippen haucht.
Man soll Euch lesen,
ihr undurchschaubaren Wesen.
Ihr seit so unklar und propagiert doch,
dass ihr wüsstet wer ihr seit,
bockig, unbeweglich in Eurer Verletzlichkeit.
Ich sehe das und will die
Hand Euch reichen und ich weiß,
das es mir immer gelingt,
wenn ihr in meinen Küssen versinkt.
Dann seit ihr ganz,
kein hin und her, dann erst switcht
ihr nicht mehr.
Seit doch aber mit mir,
vielfältiger als je
Bis ich, hab ich genug gegeben,
wieder geh.

Ahnungslosigkeit

… oder Deine Angst vor der Wahrheit,
ich bin nicht sicher ob sie uns wirklich befreit,
wenn sie alles zerstört,
was über zwei Jahrzehnte zu uns gehört,
ich kenne keine die glücklich damit ist,
wenn einmal das Vertrauen in einen Menschen erlischt,
ist das Vertrauen in alle anderen auch,
nur noch eine verzweifelte Hoffnung.
Die Leichtigkeit nur befreit,
etwas zu tun, was man braucht,
nur dem Leben, Leben einhaucht.
Nicht die Pflicht hat Gewicht,
höchstens um den Hals.
Nein, die Ehrlichkeit zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen,
nur befreit, jetzt und alle Zeit.
Und doch, bin ich für die leidenschaftliche Liebe,
immer wieder zur Lüge bereit.

Nicht anders …

Es ging nicht anders,
alles war gesagt, gefühlt,
alle Herzen aufgewühlt.
Ich konnte nicht für Dich entscheiden
und doch für uns beide leiden.
In einer anderen Zeit,
einem anderen Moment,
war ich bereit.
Doch getrieben waren wir zu zweit,
von der Angst um jede andere verpasste Gelegenheit.
Ich hab dabei verloren zu ruhen in mir die Fähigkeit.
Trotzdem werd ich uns immer als UNS in Erinnerung halten,
die Erfahrung im Herzen,
als mehr, als ich je verdient,
vielleicht in diesem Leben.
Ich hoffe auch Du,
kannst es mir irgendwann vergeben.

Mein Gespür dafür …

ein hin und her,
ich bewundere jene,
die sich festlegen können sehr!
Ich weiß nicht wann das mir gelingt,
wie auch, wenn man mit vielen ringt.
Jede ist besonders, auf ihre Weise,
jede speziell, verrückt, laut oder leise.
Selbst die man kennt, kennt man nicht.
Aber die Zeit verändert sich.
Radikal, sind die jungen Frauen,
gebildet und frei,
sie wollen längst nicht mehr,
männlichen Weltbildern vertrauen.
Diese neue Generation,
verübt auf mich eine
unglaubliche Faszination,
denn sie sind der Typ neue Frau,
den ich suche immmerschon.
Aber sie zu halten, ist gerade darum schwer,
denn trotzdem sie anders sind sehr,
sind ihre Prinzipien doch eher mehr und
vielfälltiger und sie fürchten sich,
mit aufgesetzem Selbstbild, immernoch.
Alte Wünsche nach Sinnlichkeit und
Geborgenheit, gibt es auch bei ihnen doch.
Auch sie sind gefangen in ihrem Verlangen.
Das Loslassen, sich fallen lassen,
sich anpassen und führen lassen,
eine dabei zu finden und fassen.
Dafür muss man die Puppen erst tanzen lassen!
Und ich brauche Gespür und Geduld,
bis die Eine kommt, die mit mir lernt
und entdeckt und sich nicht hinter
ihren Ängsten und eigenen Bedürfnissen
versteckt.

Vom Wegschwimmen und Untergehen …

Dreisam, einsam, seltsam.
Vielleicht sollte ich mal verschnauffen,
aber wie, ohne zu ersaufen?
Arbeit, Familie, Gefühle, alles gleichsam
ist meine stete Mühle.
In dieser Hitze zumal,
stinke ich und stinkts mir.
Und was bleibt uns noch an Zeit?
Diese Frage ist so wichtig, wie banal.
Denn die Zeit vergeht wie ein Fanal!
Irgendwas mache ich falsch.
Lausche im Dunkel dem Gerausche,
nicht zum ersten Mal.
Wenn da doch mal eine wäre die
sich von alleine rühre.
Aber da ist keine!
Passiv treiben sie alle dahin,
nur in ihrer eigenen Wahrnehmung drin.
So macht Liebe suchen keinen Sinn.
Warum nur kann nicht Berührung nur
reichen und befreien?
Ich weiß ich bin schön und kann
jedes Herz verstehen.
Ihr müsst es nur aktiv erflehen,
dann könnt ihr meins ganz leicht
gewinnen, seht ihr’s da schwimmen?!

Freundschaft ist (nicht) genug

Ende der Romantik
Die ist nur ein Fluch!
Ich tue mich mit meiner
Sehnsucht nur lächerlich machen.
Aber kalt ist kalt.
Der Glaube allein fällt immer wieder
auf die Hoffnung rein.
Jetzt bleib ich im Lesen,
da ist alles, immer möglich gewesen.
Auch wenn Erinnerung mich trübt
Ist immer eine da die (auch) lügt.
Natürlich aus Angst,
die ich ihr irgendwie mache.
Vielleicht wäre vieles anders,
könnten wir anders sein, denken
und über das gleiche lachen.
Aber vielleicht hab ich schon
alles erreicht und das
dumme Leben ist einfach so seicht.

Wiegenlied

In den Tod geblasen
Ihr Angsthasen!
So viele Menschen, so viele Gedanken.
Wie wir geprägt sind,
so haben wir Schranken.
Wie können wir sie nur überwinden?
Dafür würde ich gerne auf der Wiese liegen
und Wege finden.
Aber keine traut sich,
das mit Liebe zu verbinden.
Wir rasen durch die Bedürfnisse,
zahlen dafür mit innerer Einsamkeit.
Wären wir bloß mutiger, offener und lebensfroh,
das Überleben wäre glücklicher und so …

Ganz Dicke!

Ich lache über mich selbst,
weil irgendwas fehlt immer.
Aber ich sollte mich wirklich nicht beklagen.
Was ich auch spüre,
so ähnlich, so ungenügend,
ist doch vielleicht auch nicht mehr möglich.
Es liegt an mir,
mich richtig einlassen kann ich wohl nicht mehr.
Ist auch, müsst ihr zugeben, schwer.
Ich warte noch auf die große Emotion,
die mir den Atem raubt.
Doch ich glaube manchmal,
für uns Männer gibt es die Liebe
eh nur gebraucht.
Immer hatte sie ein anderer schon.
Immer ist es zu wenig oder aber man muss
für die Übriggebliebenen, alles neu erfinden,
quasi Eulen nach Athen verbringen.
Da will mir selbst das ironische Augenrollen
nicht mehr gelingen.

R e g e n

Ist ein Stimmungskiller,
aber er kommt auf die Sonne immer.
Was tue ich bloß für den Genuss?
Käuflich ist er manchmal mehr.
Umsonst ist einfach anstrengend sehr.
E-mobil sind wir am werden.
Schneller, weiter, höher!
Zumindest die Generationen nach mir
Film Rush, was gut ist, braucht Tempo.
Im Leben und Lieben auch.
Vielleicht kann ich da nicht mehr mithalten.
Vielleicht sind es die grauen Haare und Falten.
Doch entscheidend ist der Geschmack,
der ist so individuell,
da gibt es einfach keine R e g e l.
Nur Regen eben,
im manchmal so langweiligen Leben.
Aber die nächste Sonne,
wird all unsere Illusionen,
wieder beleben.

Nacked

Anglissmen durchziehen unsere Sprache
und manchmal sagen sie mehr aus.
Ziehen uns mehr aus …
Entweder das oder wir verhüllen uns.
Unsere Gesellschaft ist so schizophren,
haste nicht gesehen.
Wir sind selten mehr was wir scheinen.
Egal ob analog oder digital
und jetzt verschwimmt das sogar mehr und mehr.
Wie wir uns geben, so wollen wir,
dass uns alle erleben.
Doch in uns drinn sind all unsere Posen,
Worte, Profile ohne Sinn.
Keiner weiß im Grunde mehr,
wer er ist, nur wer er gerne wär.
Das ICH ist eine Chimär
und doch reden wir uns ein dabei,
dass da ein Ich noch sei.
Wir verstecken uns jedoch, maskieren uns
immer mehr.
Wir sind viele, doch keiner weiß den ersten mehr,
zu finden in sich.
Will es vielleicht auch nicht.
Denn der süße Lohn, ist die Faszination
der Glitzerwelt der tausend Möglichkeiten.
Nackt stehen wir in uns da und finden es trotzdem
wunderbar, ins N I C H T S zu gleiten.

Das Henna Tattoo

Eine Rose in Dir,
um die viele Marienkäfer fliegen.

Das steht auf meiner Haut
und ist mir auch unter dieser vertraut.
Manchmal finden auch andere,
die richtigen Worte,
kreieren Bilder in Gedanken,
die sich um Liebe ranken.
Ich spüre auch immer eine Liebeskraft,
die sich neu erschafft.
Die neue, gute Worte findet,
sie mit schönen Erinnerungen verbindet.
Aber doch, ist unsere
Wahrnehmung so unterschiedlich
immer noch.
Manchmal geht weiter nichts,
verstehen wir uns verschieden
oder kriegen viel in den falschen Hals.
Wer trotzdem verzeihen kann
hat Größe, ich hoffe das
ich irgendwann, das auch
mal zurück geben kann
und fange gerne schon morgen
damit an.

Heißer Scheiß!

Egal ob selber schuld,
die Hitze ist in uns und die Ungeduld.
Ändern können wir nicht schnell genug
was wir sind.
Denn schon das Erkennen ist, wie die
Aufgabe des inneren Kind.
Wir sind nur einen Hauch wahr,
der Rest von uns ist ein Abbild aller.
Eine Kopie sind wir von dem was
wir glauben sein zu müssen.
Frau, Mann, Deutscher … drauf geschissen!
Oder gerade eben nicht,
alles wird uns zum Prinziep und
der Wahrnehmung Anderer glauben wir meist zu spät.
Austauschbar sind wir, seit ihr
Keine(r) Anders ist, als nur im äußeren Schein.
Schön, ernst, lustig, verschlossen können wir sein.
Doch nur wenige sind zum sich Ändern bereit.
Erkennen die eigene fatale Dummheit.
Jetzt und immer schon ist es zu spät,
keine Rettung mehr geht.
Viele sperren sich selber ein,
im selbst gewählten Ich-Dasein.
Wundern sich dann, das ihre Welt,
ist nur Schwarz oder Weiß,
nur zu kalt oder zu heiß.
Das Liebe nicht ewig und für
viele nur Scheiß ist.
Wir verstehen die Liebe nicht
und lieben die Welt nicht,
darum ist logisch, dass
sie in uns und jetzt auch außen
auseinander bricht.

Letzte Tage im Julie

Die Liebe ist Schuld,
sie treibt mich zum Wahnsinn.
Die Sehnsucht nach Geborgenheit,
dahinter erst sich der Sex einreit.
Er ist immer nur der Lohn,
für viel Zärtlichkeit.
Sie fehlt mir am meisten.
Keine will sie mir geben,
die echte, uneigennützige eben.

Eure Herzen sind alleine kalt.

Keine will mich halten und tragen.
Entweder sind sie zu unkonzentriert
oder immer nur selbst am verzagen.
Entweder lenken sie sich nur ab,
oder können zu viel Nähe nicht ertragen.
Angst vor dem Alleinsein lässt sie
sich in dummen Aktionissmus vergraben.

Nichts davon mach Euch glücklich.

Auch mich natürlich nicht.
Aber vielleicht muss ich
einfach aufhören zu suchen,
nach wahren Gefühlen in der Leer zu rufen.

Es ist ja eh einerlei,
denn das Menschscheitsglück,
auf diesem Planeten, ist ab heute vorbei.
Nur von Hysterie kann man nicht überleben.
Und auch die Poesie wird uns nicht mehr vergeben,
wenn unsere toten Körper im All längst schweben.

Als glückliches neues Sternbild eben.

Helle Seele

Wenn Fotos euch kennen würden …
Das geht nicht.
Wenn Worte alles sagen könnten …
Das versteht ihr nicht.
Wenn Humor über alles hinweg helfen würde …
Das wollt ihr nicht.
Weil das Leben für Euch ernst ist!
Und Recht habt ihr, immer!
Aber das macht es nur noch schlimmer
und schwieriger, glücklich zu sein.

Ziellos

Warten auf das Erkennen.
Glauben an das irgendwann gewinnen.
Träumen von den Dingen,
die, die Wirklichkeit uns nie will bringen.
Vielleicht erkennen wir sie auch nicht.
Vielleicht fischen wir im Trüben.
Zuviel Traumbilder, Nachrichten, Abbilder,
die uns umgeben aber nicht lieben.
Wohin sollen wir da noch leben?
Früher war aber alles nicht einfacher.
Man wusste nur noch weniger was man
könnte erleben.
Doch zuviel oder zuwenig ist beides
nicht ein zufriedener König.
Bauer will keiner sein, aber auch Springer
sein tut uns nicht wirklich befreien.
Unglücklich sind wir doch immer,
lenken uns nur ab und nicht zu knapp.
Schon kommt das Sterben auf uns herab
Das hässliche Krabbeltier …
Ich will bleiben und doch gehen.
Ich will gewinnen und doch verstehen.
Was ich auch will, es gibt immer
ein nächstes Ziel und das ist,
ewig das gleiche dumme Spiel.

Etwas mitnehmen …

Etwas beenden,
etwas abschließen,
etwas verwenden.
Für ein Weiterkommen,
für ein neues, altes Ziel.
Ehrlich in die nächste Runde gehen.
Jemanden, die eine finden, zum Verstehen.
Ganz in mir drin.
Auch der Sucht entgehen.
Ruhe finden, nah am Wasser
oder in den Bergen.
Menschen sind eben kompliziert,
haben immer was zu verbergen,
ich nicht zuletzt.
Warum auch immer, jeder die
gleichen Dinge anders versteht.
Anders am Lebenssinn dreht.
Klar ist, das keine sich selbst
in Frage stellt oder das was sie
für die Wahrheit hält.
Verrückt oder, eine Lehre die ich sicher
mitnehme ein Stück.
Doch trotz allem Erfahren,
braucht es weiter viel Glück,
zum Glück.

R ü C k F a l L

Leichter Tabakgeschmack
Schokolade im Bauch
Schlechtes Gewissen auch
Nein, ich falle nicht zurück,
ich küsse nicht die Vergangenheit.
Ich will keine Liebe mir einreden.
Kein Sein im Schein und
doch ist mein Mut für die Wahrheit zu klein.
Denn ein davon Befreien ist auch nur ein Ende.
Was dann kommt nur eine Wiederholung.
So wunderbar erscheint alles
im Nachhinein immer.
Doch die Wahrheit ist schlimmer.
Ich erinnere mich noch der Monotonie.
Mit jeder!
Die wirklich Andere gibt es nicht,
jeder neue Flirt sim im selben Ende vergisst.
Ein verlorenes Jahr ist es beinah schon.
Denn was nach dem Sommer anbricht,
auch nur Tristesse verspricht …

Sonne heilt …

Wenn wir es zulassen,
wenn wir beenden, das Andere zu hassen.
Wenn unsere Tage gesund werden.
Unsere Ansichten schön.
Unsere Ziele klar.
Unsere Hoffnungen wahr.
Dann kann die Sonne uns heilen.
Dann bleibt der Mond ein Licht.
Dann wird die Erde uns wichtig.
Dann flüchten wir nicht.
Wir bauen auf Dinge die wir erfahren.
Wir lassen wachsen und sähen neue Poesie.
Wir träumen von Lust und sind wie Barbaren,
die frei denken und einfach nur Sonne erfahren.
Dabei sind die kleinen Dinge am Wegesrand,
unser Immerspiegel der Liebe.
Denn nur wer Schönheit sieht und sie liebt,
mit Verstand, ist nicht mehr nur ein Igel.
Der Fuchs kommt zurück und versteht,
dass er seinen wunderbaren eigenen Weg,
viel besser alleine geht.
Nur er ganz allein, im Sonnenschein.

Spekulation

Wenn ich damit den Tag verbringe,
oder mehr noch die Nacht.
Ist wenig erreicht am Ende.
Ich kann nicht entspannen,
beim Blick in den Spiegel.
Denn was ich sehe ist ein Igel.
Ich kann mein leichtes Leben,
nur schwer ertragen.
Denn mein Herz ist voller Fragen.
Gibt es das ideale Glück?
Oder ist es eine ewiges Jagen?
Bald ist die Zeit abgelaufen,
wir könnten uns zusammenraufen,
aber ich weiß es wäre nur Komödie
und ob oder nicht, zugleich Tragödie.
Darum suche ich in dem was war,
vieles davon wunderbar,
doch ernüchternd auch, ganz und gar.
Menschen sind so fehlbar!
Niemand ist perfekt,
viel zu viele suchen das aber,
oberflächlich und immer nur direkt.
Lassen sich keine Zeit zu spüren,
zu berühren, sich im anderen zu verlieren.
Denn zu schnell kommt die nächste
tinder Gelegenheit.
Ich bin auch nicht frei davon,
aber doch ist meine Einsicht,
meine Erfahrung in Liebe schon,
viel mehr als Eure Spekulation.

Kalt bleibst Du,
leider wohl für immer …

in Deinem Bemühen,
alles weiter so zu lassen,
nicht zu lieben, nicht zu hassen.
Vorbei ist vorbei!
Ich hab es verstanden.
Meine Hoffnung, mein Fühlen, ist Dir einerlei.
Ich gäbe uns so gerne eine zweite Chance,
aber ich kann es nicht in Dein Herz Dir legen,
Du musst es selber wollen, Dich zu bewegen.
Doch offenbar geht es nicht.
Nur TT spielen und oberflächlich plaudern.
Denn Du hast einen Neuen,
mit dem Du Dich kannst zerstreuen.
Doch wieder machst Du mit ihm auch,
das gleiche, dumme Polyspiel.
Glücklich macht es weder ihn
noch Dich besonders viel.
Denn verlieben kannst Du Dich dabei
immer noch nicht,
hast es selbst erkannt,
nur die wahren Gründe wieder nicht.
Das Lieben wollen ist es,
was alles besonders machen würde,
so einfach ist es schlicht.
Und auch Langeweile gäbe es dann nie.
Aber Du fickst Dich selbst dabei,
immer noch ins Knie.
Bist weiter uneinsichtig,
unerträglich prakmatisch,
bis es nicht mehr geht.
Hast leider nichts daraus gelernt,
das ich Dich verlassen musste.
Der Schmerz, Gefühle werden unterdrückt,
nur Trotz und Eigensinn,
hat es bei Dir noch mehr geweckt.
Zugeben, das Du Dich geirrt,
das ich mit vielem Richtig liege,
wirst Du niemals können.
Darum darf ich auch jetzt nichts sagen,
die Wahrheit nicht wagen.
Wie schon immer, denn
das macht Deinen Freiheits-Wahn
nur noch schlimmer.
Dabei wäre alles so leicht,
Du könntest Dich einfach fallen lassen
und schon unser erster Kuß,
hätte sofort, Dein Herz wieder erreicht.

Superwomen

Das ist wahr, in manchen Momenten so klar.
Du bist stark und hast die Kraft,
die so vielen, auch mir, oft fehlt.
Ich weiß, in Deinen stillen Gedanken,
kennst Du Deine Stärken und
spürst auch schmerzhaft Deine Schranken.
Aber Du kannst nicht aus Deiner stählernen Haut.
Das Leben hat schon zu viel Zeit,
mit dem Aufbau von Superstärke verbaut.
Doch sie ist zugleich dein schillerndes Narrenkostüm.
Du wirst als Heldin nie sterben.
Und keine(r), auch Du, sucht sich sein Leben aus.
Aus dieser Nummer kommen wir alle nicht raus.
Deines ist aber kein schlechtes!
Es ist nah an der größtmöglichen Tapferkeit.
Nur wir Sterblichen leiden daran
und an unserer steten Fehlbarkeit.
Weswegen ich Dich nur bewundern kann.
Ich wäre selbst gerne Dein Supermann
und dann vielleicht, fiele Dir Schwäche zeigen,
auch mal leicht.

Mit Wucht

Ich singe auf dem Fahrrad
und es ist wie im Leben,
mit Fröhlichkeit fällt es leicht
sich zu bewegen.
Wenn man aber in seine Gedanken
eintaucht mit Wucht,
bleibt man immer in der gleichen
engen Schlucht.
Die Wände sind unüberwindbar hoch,
meine haben viele Facetten
und ich gehöre längst nicht
mehr zu den Netten, darum.
Wenn ich gar,  jemals kein Egoist war.
Immer muss ich mir die Welt biegen
und versuchen etwas ab zu kriegen.
Liebe vielleicht, aber oft
hab ich auch nur durch Glück
schnöde Vorteile erreicht.
Ich sollte zufrieden und dankbar sein.
Bin ich es? Nein!
Nur in wenigen, vergessenen Momenten,
fühl ich mich nicht, wie einer,
von den vielen hässlichen Entlein,
die eigentlich Prinzen sind.
Was aber niemals stimmt!
Dann bin ich im Lied auf dem Fahrrad,
nur ganz kurz mal,
ehrlich wie ein Kind.
Bevor das Selbstmitleid mich dann,
mit voller Wucht zurück gewinnt.
Aber ich habe die Wahrheit dabei verloren …

Endgespiele …

Was auch kommt,
was ich auch daraus lerne so gerne,
weh tut es doch und Trauer
ist im Alltag mir auf der Lauer noch.
Obwohl ich weiß, vieles war nicht
traumhaft, sondern einfach nur Scheiß!
Was man einmal beginnt, wird zur Sucht …
Ich kann nicht mehr hinaus!
Das Spiel ist nur im Tode aus.
Männer und Frauen drehen sich in einem
verrückten Kreis
und die Lösung, hat keiner oder jeder eine andere weiß.
So viele Generationen in unseren
Vorurteilen wohnen.
Einfach nur offen sein,
nicht nur davon reden, würde
alle von dannen fegen.
Aber das geht nicht mehr,
wir leiden lieber, wie der Bär
am Nasenring.
Nur die Zeit und die nächste
Gelegenheit, zu Scheitern, uns mal kurz
wieder befreit.