Lyrics 2021.1

Raus aus der Dunkelheit!

Finden wir zurück ins Licht?

Lernen wir aus dem Verlust?

Träumen wir weiter?

Es gibt immer mehr zu retten,

als die eigene Welt.

Aber auch nie weniger …

Wir fiebern der Freiheit entgegen,

aber wollen auch überleben.

Das ist eine unmenschliche Aufgabe beinah,

denn das Schweigen ist uns so nah.

Was können wir sagen, tun, ertragen noch?

Was wollen wir wagen und leben doch?

Den festen Blick auf die Schönheit,

die in der Dunkelheit verborgen.

Mit einer Leidenschaft die uns befreit!

Schritt für Schritt.

Wer macht mit?

Traumbilder

Was wir in uns selbst sehen,

ist der Spiegel, den wir auf andere richten.

Was wir in uns selbst spüren,

ist das Gefühl, das wir von anderen zeichnen.

Doch es ist nie genug,

wir träumen immer von mehr …

Davon schöner zu sein, gut und rein.

Aber unsere Wirklichkeit ist ein Kampf,

ein stetes Unwohlsein in der Haut,

in der wir stecken.

Dort kann uns nur die Liebe entdecken.

Sie wird etwas in uns erwecken,

was wir garnicht sein wollen,

was wir nie ahnten von uns.

Etwas voll Mut, Schönheit

und Leidenschaft,

was sonst nie den Sprung

aus unsere Träumen schafft.

Doch das ist möglich und wahr,

wenn man nur für den Moment,

alle Regeln und Zwänge verdrängt

und in sich fühlt nur die wahre Natur,

Mensch sein,

Frau und Mann einfach nur.

Bewegungslos

Sie sagen uns was uns schützt,

vielleicht auch was uns zu überleben nützt.

Die Einschläge kommen näher,

doch wir rollen mit den Augen

und wollen die Gefahr nicht glauben.

Wer nur zuhause sitzt,

fühlt sich eben so unnütz.

Besonders wenn andere dürfen.

Gerecht ist dieser Schutz also nicht.

Wir wollen selber entscheiden,

worunter wir leiden.

Da ist diese Situation nicht anders,

nur bewusster uns allen.

Wir schleudern schon immer durchs Leben,

mit Vollgas, voll Drogen und Risiko eben.

Das ist es was wir vermissen,

besonders die alleine sind,

die vom Leben leben,

die Alle nach Erfüllung,

nach einem Sinn darin streben.

Wir alle müssen uns bewegen,

damit wir merken, dass wir …

in Wahrheit doch schweben.

Verletzte Seelen

Ich weiß was ich getan habe,

Ich kenne mein Schuld.

Ich kenne meine Sucht und Ungeduld.

Ich spüre die Kälte in mir.

Die Falschheit und Unehrlichkeit.

Irgendwo ist diese Natur

in der Einsamkeit entstanden.

Im Leiden der Kinderseele,

alleine und unverstanden.

Obwohl doch von Liebe umgeben,

bin ich dem Fluch der bösen Gedanken erlegen.

Der Verzweiflung der Seele,

dem falschen Humor,

der Sehnsucht danach ein anderer zu sein.

Nicht so unbedeutend und klein.

Ein großer Dichter, ein Philosoph,

keiner der scheitert, so oft …

Ich kenne also wahrlich gut,

die Fegefeuer in denen jeder von uns verglüht.

Die Seele lebt, weil wir sie erfinden,

mit all unseren Zweifeln und dem trügerischen Selbst,

das wir an ihr fest binden.

Wir verletzten sie, jeden Tag

und nehmen in unsere Hölle eben gerne,

andere Seelen mit.

Darum, was wir auch tun oder lassen,

wir werden uns dafür, immer hassen.

In uns

Ganz tief drin,

ist da ein Selbst,

was mit uns im Licht steht,

was uns erwärmen kann,

was mit uns Leidenschaft lebt.

vollkommen rein in uns,

klar und ehrlich,

unverwundbar schön,

wenn wir es nur würden sehen.

Im Wirbel der Zeit

Wo steuert die Welt hin,

jeder scheint mit sich beschäftigt,

macht es anders, keiner richtig.

Das ist alleine das Problem,

keiner will später zu seinen Entscheidungen stehen,

ihr werdet sehen.

Aber könnten wir es anders, besser,

wäre alles schlimmer, weniger,

würden wir es wagen,

alles anders zu machen,

die vielen Opfer zu ertragen?

Wahrscheinlich sind nur Menschen,

so unheimlich kaltblütig,

wir haben es schon zu oft erlebt.

Macht, sich selbst nicht reflektiert,

wer zögert, verliert.

Wir sind die Opfer, machtlos,

im Wirbel der Zeit.

Nur was kommt danach,

das wenigstens unsere Kinder befreit?

Vielleicht immerhin etwas Demut,

vor der endlichen Wirklichkeit.

Tau

Es tropft und ist im Sprung,

atemlos ist der Frühling im kommen,

zwischen Eiseskälte und Zeitweisesonnen.

Die Verzweiflung des Winters weicht,

alle sehnen sich nach Berührung, Verführung,

jedes Jahr ist das doch gleich.

Dann sind alle Vorsätze vergessen,

die Biologie in uns ist wie besessen.

Nur einige bleiben trotzdem, vertrocknet stehen.

Wollen immer nur, was eigentlich gegen die Natur.

Sie leiden und zweifeln auch im neuen Jahr nur.

Ich hingegen entscheide mich lieber,

für das pralle Leben,

auch wenn ich es dafür vielleicht,

früher werde hergeben.

Das liebe ich nicht an euch …

wenn ihr nur nach dem Leben strebt das die Gesellschaft Euch vorlebt.

wenn ihr nur sein wollt wie andere sind.

wenn ihr Vernunft über Gefühle lehrt.

wenn ihr Euch einredet, das was ihr spürt sei nichts auf Dauer wert.

wenn ihr Sicherheit vor Freiheit stellt.

oder wenn ihr Freiheit statt freier Verbundenheit wählt.

wenn ihr nur auf andere hört und auf falsche Propheten und Gurus schwört.

wenn ihr lieber verzichtet als zu genießen.

wenn ihr im Sex nicht die Tiefe erkennt, die Euch vom oberflächlichen Alltag trennt.

wenn ihr im Kuss nicht die Magie spürt, die Euch befreit von der Einsamkeit.

wenn ihr Eure Leben nur leidet, weil ihr Euch nicht für die Leidenschaft entscheidet.

wenn ihr immer alles negativ interpretiert, statt positiv euch verändern zu lassen, von dem was Euch berührt.

wenn ihr Eure Träume nicht lebt, weil die Angst zu scheitern immer über Euch schwebt.

wenn ihr nur an Euch selbst denkt, nie lange dem Wir Eure Liebe schenkt.

Das alles ist leider real und verhindert in jedem Miteinander,

den Ausbruch aus dem Teufelskreis der verlogenen Moral.

… ja, das liebe ich an Euch einfach nicht,

so banal das auch ist.

Es ist jetzt Müdigkeit genug

Die Mühle des Lebens,

dreht sich so oft vergebens.

Das Radio spielt, Licht fehlt.

Regen fällt, Ungeduld im Bauch.

Verloren, gefunden.

Kaum zu glauben.

Wie ein blinder Ritter,

Bücherfresser,

Im Zeichen der Träume.

Auf dem Prüfstein,

im Sternenbett.

Halt ich den Zug an

mit bloßem Willen.

Und die Musik spielt,

immer weiter durch rosa Brillen …

Regen, Regen, Regen …

Manche suchen nicht das Glück.

Nicht das mehr, nicht das Meer,

nicht das miteinander.

Suchen nichts, wissen nichts,

ertragen das Leben nur.

Manche sind wie der Regen,

sie existieren und wollen nicht leben.

Manche sind wie der Regen,

sie laufen nur, ergießen sich in Tränen,

Sind nicht aktiv, nur passiv eben.

Manche verstecken ihre Gefühle,

hinter dunklen Wolken und Rauschen.

Sie können nur auf sich selber lauschen.

Sie kommen nie aus dem Regen,

auch Sonne und Leichtigkeit,

sie niemals befreit.

Denn sie sind starr vor Unbeweglichkeit.

Schnee, Schnee, Schnee …

Eiseskälte draußen und drinnen.

Es ist kein Entrinnen …

Die Natur ist ein Spiegel unseres Gemütes nur.

Ein Kanzlerin will den Virenkrieg gewinnen.

Doch sie verliert ihr Volk,

denn die Freiheit ist ein übler Kobold.

Sie tanzt in uns wild, gerade jetzt,

über ihr Eingesperrtsein entsetzt.

Und zugleich suchen wir erschöpft,

nach den starken Armen, dem Busen dem warmen,

an den wir uns drücken, lehnen, ein Herz zum Erbarmen.

Warum nur geben wir es immer zu schnell auf,

flüchten im raschen Lauf, durch das Jahr.

Jedes Jahr die gleichen Strecken sich endlos

vor uns erstrecken.

Ziellos bestückt mit Hecken, hinter denen wir

unsere Gefühle verstecken.

Im Winter kommt noch der Schnee dazu

und alle traurigen Herzen erfrieren im nu.

Euer inneres Ich

Das was man nicht sieht,

offenbar nur ich.

So hässlich, so wenig Empathie.

Ich fürchte mich oft,

vor dieser inneren Kälte in Euch.

So leicht wäre ein Geräusch,

ein Zweifel, ein Lachen über sich

und doch schafft ihr es nicht.

Nur eisige Totenstille,

auf Eurer Menschenbrille.

Sicher ist mehr da,

doch auch das ist, glaub ich nicht so wunderbar.

So sehr ich das auch anders schreiben mag,

das Böse ist in Euch zu stark.

Nichts bei dem ich gerne in der Nähe bleibe.

Seit Jahren schon, renn ich in mir,

lieber davon.

Wir Frühling!

Ich will es spüren, will es berühren …

Endlich eine, für meine Träume!

Endlich Schönheit mit Wollust,

keine mit Frust, mit Klageliedern,

keine die immer nur zweifelt und sinnt.

Eine die frei denkt und doch um

meine Liebe nur ringt.

Gibt es sie denn wirklich nirgendwo?

Finden nur die Muskeltiere den

Strohhalm im Stroh?

So verschwendet die sind.

So neidisch ich bin ob sie alle so blind.

Denn immer danach erst sehen sie,

dass sie benutzt und geliebt wurden nie.

Kann denn nicht eine mal,

mit offenen Augen, die Sehnsucht

in meinem Herzen aufsaugen?

Ach ist das blöd und dumm,

ich Dreh mich da nur im Kreis um all die Schönen herum.

Wie eine Biene mit Fleiß …

Summ, summ, summ …

Und ich lache immer noch …

Irgendwie bin ich ich,

trage nichts wirklich nach,

sondern liebe Euch immer noch.

Ihr habt es nicht verdient

und doch gönne ich Euch, was ihr liebt

oder zu lieben glaubt.

Denn der Glaube lehrt Euch was,

das ganz bestimmt.

Ich lache über das, was wir sind.

Ich träume dem Alter entgegen,

mit Gin Tonic und lesen,

mit Erinnerung an all Euch wunderbaren Wesen.

Jede war besonders, jede echt,

nur erkanntet ihr Euch selber schlecht.

Aber was kann ich da machen,

außer nur immer noch darüber weinen

und doch auch lachen.

Kein Interesse

Das tut weh,

auch wenn man selbst noch nicht so genau weiß was.

Ist ein Nein oder Schweigen nicht schön.

Besonders wenn man nicht erfährt warum?

Stille ist drückend und dumm.

Egal ob man Liebe sucht oder Freundschaft.

Irgendwas ist da, was Distanz schafft.

Und man würde gerne wissen was man kann tun,

um das Schweigen zu brechen, um zu verstehen,

warum Herzen sich nicht finden oder auseinander gehen.

Denn fast immer sind es Vorurteile, Missverständnisse,

Irrtümer, große und kleine.

Wenn man sich aber nicht begegnet, nicht redet, nicht schreibt,

da immer ein Schmerz in uns bleibt.

Kein Interesse ist der Tod der Menschlichkeit.

Und digital ist es noch mehr fatal,

denn nur ein banaler Klick!

Und schon bricht man dem Menschen,

das Genick.

Vielfalt

Viele Menschen sind schön und doch können

wir es oft nicht sofort sehen.

Viele Menschen lassen nur ahnen, was sie verbergen.

Viele tragen mit sich herum tausend Scherben.

Wer glücklich ist mit sich ist groß,

aber doch denkt man sich, was fehlt ihm bloß?

Denn irgendwas verbergen wir immer,

es wird mit dem Leben schlimmer.

Die Vielfalt in uns, das Zersplittersein,

ist Segen und doch auch immer Pein.

Geimpft …

Wir sind Gift für die Welt,

Die Welt ist Gift für uns.

Die Waage halten war bisher die Kunst,

doch nun schlägt das Pendel hin und her,

Vernunft, missbraucht so sehr für

unsere eigenen Zwecke,

kann es nicht mehr retten.

Hysterie rettete nie irgendwas nie.

Was dann?

Wir diskutieren breit und lang,

aber handeln müssten wir irgendwann,

oder sterben, wie es unser Schicksal

nur immer sein kann.

Das taten auch alle vor uns und mit ihren Taten,

wieder die Jungen nur, sie hinterfragten.

Auch geimpft sind wir nicht sicher,

vor uns selbst.

Das wussten wir aber,

es war nicht schwer zu erraten.

FAKE sex

Manche denken ohne zu denken.

Frauen die nicht echt sein können.

Ohne Bild schon verdächtig.

Aber sie amüsieren sich prächtig.

Über die geilen Böcke, vielleicht zurecht.

Aber seltsam um die Ecke.

Was wir auch miteinander tun,

zu sperren einander kann es doch nicht sein.

Da lasse ich die Menschlichkeit nie rein.

Du bist Scheiße!

Auf Deine Weise, nur bei einem falschen Wort.

Da schmeißt es mich fort.

Oft so viel Zeit verschwendet,

von Hoffnung und Fantasie geblendet.

Ich hab keine Lust mehr,

dabei geht es doch genau darum,

welche zu haben, miteinander.

Wie dumm ist das denn!

FAKE love

Das ist schlimmer,

viel verbreiteter

und hält länger.

Man kann es nicht so

gut erkennen,

es versteckt sich unter Hoffnung

Es lässt uns verbrennen,

ausbrennen.

Und ist nicht wirklich wiederholbar

Die Zeit ist verloren

Die Wahrheit sowieso.

FAKE (wo)man

Klar man kann das auch andersherum sehen.

Ich sehe eigentlich lieber den Menschen

Aber sie verkaufen sich selbst ein Bild

von sich selbst,

das sie sein wollen, im Abgrenzen,

zu all den dummen Männern.

Die sie lieben und hassen,

weil sie, sie nicht Männer sein können lassen.

Sie wollen alles und nichts im ICH

und im WIR ist nicht viel Liebe übrig dafür.

Sie zeichnen ein Bild, das ist starr

und nicht wild, das ist fest und

fließt nicht mehr …

und doch sind sie nicht Schuld,

das ist die böse Welt, Männerwelt,

Macht und Geld, das zählt.

Den Glanz will man schon,

doch nichts dafür tun.

Im Leiden fühlen sie sich wohl,

das sind sie gewohnt, auch wenn jede weiß,

dass der Schein hat seinen

bitteren Preis.

Doch für beide, das wird von ihnen gerne

übersehen,

wenn sie so hart ins Gericht,

mit allen Männern gehen.

Okay, Okay

Positiv thinking please!

Jetzt hören wir doch mal auf.

Dieses ständige Haudrauf,

bringt doch nichts.

Glücklich sein wäre auch ohne

das man Schuldige sucht, fein.

Ja, ja, das wäre wunderbar,

die immer gleichen Muster,

lassen wir mal da,

in der Mottenkiste.

In den Spiegel schauen wir einfach nicht mehr,

das kann doch sein nicht so schwer.

Vielleicht, vielleicht heilen die Wunden dann leicht.

Das wäre schön und

wir könnten mit einem Lachen,

in den Frühling gehen.

Okay?

Ungeduld

Ist es das Wetter,

ist es die Zeit, ist es das was uns fehlt,

was uns quält, was wir haben,

haben sollen, das was zählt?

Ist es was wir dürfen,

ist es was wir brauchen,

ist es was wir wissen,

ist es was wir nicht wissen,

Müssen wir darum ständig pissen?

Ist es was wir essen,

ist es es unsere Lust,

ist es der Frust,

ist es was wir fühlen,

ist es was wir träumen,

ist es wirklich oder nur eingebildet?

Es ist alles und nichts,

nur was wir glauben

und wo wir uns Geduld,

warum auch immer, nicht erlauben.

Zeitverlust

Ja, bin selber schuld,

in meiner Ungeduld.

Werde andere wohl nie durchschauen.

Was man auch schreibt,

es ist unverstanden in der Zeit,

die es braucht zum anderen.

Da verliert es an Bedeutung,

wird zur Missdeutung,

zur verpassten Gelegenheit.

Ich kann es nicht ändern,

ich kann mich nicht ändern.

Ich sehne mich nach Geborgenheit,

nach dem wonach jede Seele schreit,

aber was nicht passt,

will ich nie mehr anpassen,

will ich zurück oder vor,

ich kann diese Unentschlossenheit hassen nur.

Ich möchte Romane schreiben

und weiß doch, ich würde im Ansatz stecken bleiben.

Ich möchte Leidenschaft leben

und weiß doch, es wird immer nur Leiden geben.

Menschen sind wir

und können nicht vertrauen uns selbst

und anderen kaum.

Denn es ist zu schwer in die Seele

des anderen zu schauen.

Intuitiv, geht so das miteinander Leben schief.

Nur die echte Liebe wäre hier alternativ vielleicht,

Aber die hat m.E. auf Dauer eben,

noch keiner erreicht.

Worte zu wenig

Was wir auch an Worten und Gedanken uns machen,

wenn wir darüber immer könnten lachen,

später, beim Nachlesen, sich trauen.

Gedanken sind schwer,

Worte die wir schreiben, sprechen, noch mehr.

Aber was verstanden wird ist totenbleich.

Was wir Menschen uns selbst antun,

ist eben unerreicht, schmerzhaft und hält uns

immerzu eingekreist.

Worte sind zu wenig, für das was

wir sagen könnten über uns selbst.

Gedanken zu viel und was wir uns einbilden

über uns, ist eine teuflisch, selbstbetügerische Kunst.

Dichter zu sein ist da wie ein Trichter,

ein Mahlwerk, ein Häcksler, ein Spiegel

vor einer sich häutenden Zwiebel.

Kein Wort zu viel, für all Eure falsche Haut,

die nur mein Gedicht,

mit Worten durchschaut.

Mutig sein

Ist leicht gesagt und schwer.

Ist schnell gewagt und schnell gefallen,

bodenlos.

Was ist nur mit uns los?

Wann haben wir aufgehört Helden zu sein?

Oder waren wir es nie,

wie die Menschen, die wir in den Serien sehen?

Vermutlich nicht.

Wer wagt gewinnt eben oft nichts.

Wer zu oft gewagt, ist vorsichtig.

Wer zu viel spürt, zu viel verliert.

Das lässt uns allein zurück.

Immer mehr ein Stück.

Wir sehnen uns nach Glück

und können doch nichts tun dafür,

dass es kommt, wenn der andere

unseren Mut, einfach nicht belohnt.

Grauzonen

In denen wir denken,

in denen wir uns bewegen,

in denen wir anderen, Aufmerksamkeit schenken

Manchmal.

Meist schenken wir uns unsere Zeit nur selbst.

Denn da sind wir sicher, bunt und gewiss.

Drumherum ist alles grau

und eben nicht so genau

Und schon haben wir Angst, wie Sau!

Feuchtzonen

Mit denen wir uns quälen.

Aber vielleicht nicht alle.

Viele haben sie schon ausgetrocknet.

Sind und suchen nur seriös,

Kopf entscheidet über Herz.

Lieben ist für sie kein Spiel, kein Scherz.

Das Leben und lieben ist ernst.

ERNST ist häufig schon ein paar Jahre alt.

Aber schlau werden sie nicht daraus.

Verbissen glauben sie noch, an den Prinzen doch.

Dabei wäre es endlich Zeit,

für mehr Feuchtigkeit, die uns alle befreit.

Die Lebensreise

Viele reisen und begegnen der Welt.

Das war es nie was für mich zählt.

Andere treiben dagegen weder fort noch aus sich heraus.

Bleiben immer zuhaus.

Meine Reise war Leben, ganz egal wo eben.

Meine Reise war immer Fantasie

und später endliche Wirklichkeit wie nie.

Ich beneide sie, die Weltbewegten

und doch auch wieder nicht,

denn nicht selten brachten sie mit,

was nun an ihnen frisst.

Sind dem Schein, dem Exotischen

aufgesessen und müssen jetzt die

bittere Suppe alleine aufessen.

Aber wer weiß das schon zuvor,

die Sehnsuch ist ihr Ausfalltor

und sie können was erzählen,

Bilder, Abenteuer, Ungeheuer …

Aber nichts bleibt oder ist unsterblich,

alles Erleben ist verderblich.

Nur für den Augenblick schön,

und man kann in Erinnerung auf Reisen gehen.

Aber das Leben kann auch ohne das,

was man gesehen haben muss„, sich fortbewegen.

Vielleicht sogar nicht ganz so (Erd)oberflächlich eben.

Nachbar-Innen-schaft

Nähe lässt sich manchmal schwer aushalten.

Denn sie vergleicht.

Hat der Nachbar was, was mir fehlt.

Dann ist es das was mich quält.

Meine Einsamkeit im Ich,

wird unerträglich.

Meine falsche Wahrnehmung riesig.

Mein neidisches Selbstbezogensein alltäglich.

Solche Nachbarinnen,

brauche man aber wirklich nicht.

Wahrheiten

Ohne Lügen können wir nicht leben,

nur vielleicht wenige von uns schon.

Wenn wir nicht wüssten das wir mit Lügen

alles kriegen,

würden wir vielleicht ehrlich sein,

zu uns selbst und allgemein.

Ohne dass wir Vorteile hätten,

gehören wir nicht zu den Netten,

würden wir vielleicht auch die Welt retten.

Ohne Sicherheit,

schon sofort nach der Geburt, auf dieser Welt,

was bleibt dem, der die Wahrheit erzählt?

Was ist wahr und nicht nur die eigene Version?

Was ist echt und nicht nur eine Kopie davon?

Wir lügen dass sich die Balken biegen,

wenn auch nur ein schöner Augenblick,

dafür ist der Lohn.

Andere Worte

Andere Dichter, finden andere Worte

Selten kann ich ihren Gedanken folgen,

an ihre Gedankenorte.

Andere Gedanken, sind oft seltsam verschlungen.

Selten ist mir das Entwirren gelungen.

Ich kann sie verstehen nur auf meine Weise,

doch flüstern sie eine fremde Melodie leise,

haben einen Hauch, einen Geruch auch,

eines anderen Lebens.

Der Versuch nur, andere Menschen zu verstehen,

ist oft ganz vergebens.

Denn man würde meistens andere Worte wählen,

andere Bilder und Enden verbinden,

für die gleichen Gefühle, eigene Worte finden.

Das ist immer wahr, auch wenn wir es nie wahr haben wollen

und man kann es auch nicht wirklich begründen.

Brief an die Erinnerung

Was Du in Liebe fasst,

ist so rein und gut,

dass es viel mehr wert ist als

mein Spiel, mein Aktionismus …

Mich treibt nur das schlechte Gewissen.

In Deinem Brief steht aber so viel mehr,

in der Sprache Deines Herzens.

Ob Du auch mir irgendwann,

wenn ich dort liege, verzeihen kannst,

aus ewiger Liebe.

Ich flüchte aus dem Leben,

auch mit Dir, das ist wirklich

schäbig von mir

und doch sichert es mein Überleben.

Nichts kann nur richtig und falsch sein,

das, auch wenn es nach Ausrede klingt,

ist, was in jedem Augenblick stimmt.

Doch es ist schön, wenn man

jung ist und nur an das Richtige glaubt.

Wenn man es einem Brief

an die tote Großmutter anvertraut,

als sei es ein Geheimnis,

dass sie in dieser Welt vergessen hat.

Müde Augen

Ernster Blick,

ihr seht was dahinter steht,

was ihr doch nicht versteht.

Meine Augen zeigen Dir,

die Wahrheit hier und in mir.

Ich hab viel gesehen und

gelernt die Welt zu verstehen.

Mit all ihren Fallstricken und

Lichtblicken.

Doch dazwischen ist viel zu tun,

das Leben will nie ruhen.

Menschen kommen und gehen,

manche besonders und schön.

Andere, nur sich selbst im Blick,

sind ihr eigener Fallstrick.

Manche auf Irrwegen oder nur

am Nasenring, durch ein fremdes Leben.

In meinen Augen könnt ihr sehen,

was kann gehen, kann geschehen.

Manchmal nur knapp am Abgrund,

ein Tänzer auf dem Seil,

ein Träumer mit dem Degen,

Kampf, Verletzung, Segen!

Immer älter und doch jung geblieben.

Ich werfe Euch den Blick zurück,

mit gutem Willen immer auch,

mit Humor, für den Moment und

das gemeinsame Glück,

wenn ihr es denn auch,

in meinen müden Augen erkennt.

Tonspur

Ein Schlingerkurs, was tue ich bloß?

Immer wieder denke ich darüber (nach)

Meine Spur zu verlassen,

denn ich weiß,

manchmal möchtet ihr mich hassen

und ich liebe Euch doch,

dass wisst ihr nach mir immer noch.

Mehr als jeder davor, flüstert das Herz Euch nur.

Aber laut und vertraut ist mir der Zweifel

unter der Haut.

Gezeichnet sind wir eben, durch Erfahren nur.

Genau das ist unsere echte Lebensspur.

Anders wäre es sehr still um uns

und das Leben,

ganz ohne Leib und Sprache,

würden wir uns nie vergeben.

Ein Licht

Bücher, Geschichten sind ein Licht.

Manche wissen es nicht.

Sie können in uns leuchten.

Besonders wenn sie uns empfohlen sind.

Dann leuchten sie im Wind, des Menschen

der uns damit Freude schenkt.

Ein Licht, das die Wirklichkeit verdrängt.

Aber auch erhellt und ein Feuer entzündet

wo alles unbekannt oder sogar, erloschen war.

Hoffentlich vergessen wir das nicht.

Scherben …

ihr seid jung,

das ist eure einzige Rechtfertigung,

die Welt stirbt sowieso,

also ab mit ihr durchs Klo.

Nach der Pandemie ist vor der Epidemie,

dem Wahn zu tun was man will, ohne Regeln und Drill.

Die Freude, die Wut, die Zügellosigkeit befreit das Herz,

aber gleich danach spürt ihr Schmerz,

Bedauern, Erschrecken,

vor dem was ihr hinterlasst, was ihr entfacht,

was ihr kaputt gemacht … hoffentlich.

Denn sonst gibt es keine friedliche Zukunft nicht,

keine Vernunft, keine Einsicht.

Helden seit ihr keine Spur, Menschen nur.

Aber wer das nicht versteht,

die Jugend und das Überleben überhaupt,

kommt zu spät.

T(H)OR!

Wieder Spiele,

so nötig, so unnötig.

Aber was rettet uns noch

und vielleicht auch die Welt,

außer diesem Fatalismus?

Warum müssen wir immer siegen?

Warum müssen wir noch singen

unsere Hymnen und können nicht

gemeinsam ein neues Friedenslied

schreiben,

in dem wir nicht mehr den Anderen

alles neiden und Zäune ziehen.

Das Überleben ist kein Spiel.

Aber überleben wir nur mit Spielen?

Vielleicht, denn immer nur

vernünfig und nüchtern sein,

ist tatsächlich nicht so leicht.

Wir sind keine Ameisen,

was sind wir, was ist unser

Sinn und Zweck?

Darum brauchen wir wohl

immer einen Gott der uns

vorspielt, was wir hören wollen.

Auch wenn er einfach nur rund ist

und ins Eckige donnert.